SPIELPAUSE

Bis Ostern keine Hoffnung auf Theater in Schwedt

Die Uckermärkischen Bühnen wollen den „Brandenburger Weg“ mitgehen, so André Nicke. Vor allem für die Aufführungen hat das Folgen.
André Nicke ist Intendant der Uckermärkischen Bühnen Schwedt (ubs).
André Nicke ist Intendant der Uckermärkischen Bühnen Schwedt (ubs). Udo Krause
Schwedt ·

In einer Videokonferenz haben die brandenburgische Kulturministerin Manja Schüle (SPD) und die Leiter der Theater und Orchester ein Konzept für die weitere Vorgehensweise im Lockdown entwickelt: den „Brandenburger Weg“. Der Intendant der Uckermärkischen Bühnen Schwedt (ubs) André Nicke bestätigt, diesen Weg „kompromisslos“ mitgehen zu wollen: „Wir müssen davon ausgehen, dass es mindestens bis Ostern keine Öffnung der Theater- und Kulturhäuser im Land geben wird.“

Vier Grundprinzipien

Vor diesem Hintergrund hätten sich die Konferenzteilnehmer auf vier Grundprinzipien verständigt: 1. Wir lieben die Kultur, aber Gesundheit geht vor. Wir stehen zur notwendigen Verlängerung des Lockdowns, weil uns bewusst ist, dass kurzfristig nur eine radikale Kontaktbeschränkung hilft. 2. Wir lassen uns Kultur nicht verbieten. Wir bekennen uns zu unserer Verantwortung, auch während des Lockdowns analoge und digitale Kunst- und Kulturkonzepte zu entwickeln und unserem Publikum zugänglich zu machen. 3. Wir tragen Verantwortung, uns gegenseitig zu unterstützen. Die institutionell geförderten Kultureinrichtungen sagen zu, auch im Lockdown nach Möglichkeiten zu suchen, freischaffende KünstlerInnen einzubeziehen und ihnen Verdienstmöglichkeiten anzubieten. 4. Wir sind solidarisch. Wir erwarten, dass Kultur ungeschmälert weiter finanziert wird, obwohl sie gegenwärtig nur sehr eingeschränkt stattfindet. Wir unterstützen die Gesellschaft auf andere Weise. Etwa, indem wir in Gesundheitsämtern oder Schulen helfen. Nicht, weil wir dazu gezwungen würden. Sondern, weil wir das wollen.

Landesbühnentage werden verschoben

Damit einher geht die Entscheidung, die für März an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt geplanten 19. Landesbühnentage in den Frühsommer zu verschieben. „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und werden alles dafür tun, diese fast unerträgliche Situation mit allen Herausforderungen zu meistern. Zusammen werden wir das schaffen. Und um so schöner wird es für Sie, unser Publikum, wenn wir bald wieder für Sie auf der Bühne stehen können.“, so Nicke.

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