Sperrkreis
Bombenentschärfung: Bahnhof Prenzlau gesperrt

Polizei und Feuerwehr in Prenzlau waren am Donnerstagabend gefordert, nachdem eine Bombe in der Nähe des Bahnhofes gefunden worden war.
Polizei und Feuerwehr in Prenzlau waren am Donnerstagabend gefordert, nachdem eine Bombe in der Nähe des Bahnhofes gefunden worden war.
Heiko Schulze

Der Prenzlauer Bahnhof wurde am Donnerstagabend evakuiert. Der Bahnverkehr zwischen Pasewalk und Angermünde wurde eingestellt.

Der Bahnhof in Prenzlau ist am frühen Donnerstagabend evakuiert worden. Grund war der Fund einer 100 Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in der Nähe der Station. Der komplette Bahnverkehr zwischen Pasewalk und Angermünde wurde daher nach dem Fund gegen 17.00 Uhr eingestellt. Betroffen waren nach Auskunft von Pressesprecherin Carolin Müller von der Bundespolizei die Regional- und die Fernbahn.

Bahnhof und Vorplatz gesperrt

Am frühen Abend wurde nach Mitteilung der Stadt Prenzlau ein Sperrkreis von 500 Metern eingerichtet. Das Bahnhofsgebäude und der Bahnhofsvorplatz wurden evakuiert. Unmittelbar danach sollte noch am Donnerstagabend die Entschärfung und Entfernung der sowjetischen Fliegerbombe beginnen. Wegen der Einrichtung des Sperrkreises mussten 240 Haushalte geräumt werden. Für die Evakuierten richtete die Kreisstadt die Turnhalle der Artur-Becker-Grundschule als Notunterkunft ein. Das nördlich des Bahnhofes gelegene Krankenhaus war von der Evakuierung nicht betroffen, hieß es. Auch die Bundesstraße 109, die parallel zur Bahnstrecke verläuft, sollte zeitweilig gesperrt werden. Weitere umliegende Straßen sollten gleichfalls betroffen sein.

Dauer der Sperrung noch nicht absehbar

Die Bundespolizei, die für die Bahnstrecke zuständig ist, konnte am frühen Donnerstagabend noch keine genauen Angaben dazu machen, wie lange Sperrung, Evakuierung und Bombenentschärfung dauern. Es wurde mit erheblichen Einschränkungen bis weit in die Nacht gerechnet.

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