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Damit hier kein Unglück passiert, soll der Wirtschaftshof die durch Vandalismus entstandene Lücke im Geländer erst einmal sichern. Michaela Kumkar
Vandalismus

Brückengeländer in Templin demoliert

Immer wieder müssen Vandalismusschäden an der Ziegeleibrücke in Templin beseitigt werden. Das ist nicht gerade billig.
Templin

Unbekannte haben schon wieder das Geländer der Ziegeleibrücke in Templin beschädigt. Alle Sprossen eines Holzfeldes wurden vermutlich herausgetreten, sie sind verschwunden. Um auf das dabei entstandene Loch aufmerksam zu machen, hat jemand erst einmal ein rot-weißes Flatterband angebracht. Der Wirtschaftshof werde den Auftrag erhalten, die Lücke durch ein Absperrungsfeld provisorisch so zu sichern, dass kein Unglück geschehe und jemand von der Brücke ins Wasser falle, kündigte Marcus Thiedig, Mitarbeiter der städtischen Bauverwaltung an.

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Es sei leider nicht das erste Mal, dass an dem Geländer, das aus Holz besteht, randaliert wurde. „Mittlerweile dürften wir fast alle Felder erneuert haben, weil sie beschädigt worden waren.“ Die Reparatur sei immer zeitaufwendig und nicht gerade billig. „Beim letzten Mal, als die Sprossen von zwei Feldern ersetzt werden mussten, hat das 1314 Euro gekostet“, so Marcus Thiedig. Warum das so ist, erklärte er so: „Stecken noch Reste der Sprossen in den schmalen Fugen, müssen die erst einmal entfernt werden. Alle Ersatzstreben müssen separat neu angefertigt und gezapft werden. Das passiert in Handarbeit. Ebenso wie die Herstellung der neuen Holznägel.“ Die besondere Schwierigkeit bestehe außerdem darin, dass das Geländer der Brücke einen Bogen habe. „Darüber hinaus kann nicht jedes Holz verwendet werden. Es muss Eichenholz sein, das erst bestellt werden muss.“ Bis der erneut entstandene Schaden also endgültig beseitigt sei, könne es noch eine Weile dauern, bittet der Mitarbeiter der Stadtverwaltung um Verständnis.

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Auch diesmal werde die Stadtverwaltung Anzeige gegen unbekannt wegen Sachbeschädigung bei der Polizei erstatten, kündigte Marcus Thiedig an. Die Chancen, dass die Verursacher ermittelt werden, seien leider gering, bedauert er. „Bislang ist das bei solchen Vorkommnissen noch nie passiert“, teilte Marcus Thiedig mit. Zeugen gebe es in der Regel leider nicht.

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