GASBOHREN IN DER UCKERMARK

Bürger reichen Petition beim Bergbauamt ein

Die Bürgerinitiative gegen Gasbohren Templin-Zehdenick-Gransee lässt nicht locker. Nun hat sie eine Petition beim Landtag in Potsdam eingereicht.
Nordkurier Nordkurier
Ralph Riesenberg bei der Übergabe der Petition an die Vorsitzende des Petitionsausschusses des brandenburgischen Landtage
Ralph Riesenberg bei der Übergabe der Petition an die Vorsitzende des Petitionsausschusses des brandenburgischen Landtages Carla Kniestedt Simone Weigelt
Templin ·

Die Bürgerinitiative (BI) gegen Gasbohren Templin-Zehdenick-Gransee will überprüfen lassen, ob das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) bei den Genehmigungen für die Aufsuchung von Erdgas im Erlaubnisfeld Zehdenick Nord über Rechtsvorschriften des Bundesberggesetzes (BBerG) hinweggegangen ist. Der Sprecher der Initiative Ralph Riesenberg hat am Dienstag eine entsprechende Petition an die Vorsitzende des Petitionsausschusses Carla Kniestedt (B 90/Die Grünen) in Potsdam übergeben. Bei seiner Rückkehr zeigte er sich ein allerdings ernüchtert von der geringen medialen Resonanz in Potsdam.

Forderung: Begründungen offenlegen

Seit zwei Jahren kämpft die Bürgerinitiative gegen die Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen im Erlaubnisfeld Zehdenick durch die Firma Jasper Resources (J.R.). Die Bürgerinitiative warnt vor den Folgen von Erdgasbohrungen für Anwohner, Umwelt und Klima. Nicht zuletzt zweifelt sie die Zuverlässigkeit des Unternehmens und das Vorhandensein der dafür nötigen finanziellen Mittel an. Vor der Verlängerung der Aufsuchungserlaubnis, die am 5. November 2020 vom LBGR für drei Jahre genehmigt wurde, war die Bürgerinitiative zwar gehört worden, aber sie fand ihre Argumente nicht ausreichend berücksichtigt. Mit der Petition wolle man das Bergbauamt nunmehr zwingen, die Begründung für seine Entscheidungen offen zu legen.

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