WIDERSTAND GEGEN STADTVERORDNETE

Bürgerbegehren wegen Kita angemeldet

Wechselt die städtische Kita in Brüssow doch noch in die Trägerschaft der Stephanus-Stiftung? Bürger sammeln Unterschriften dafür.
Konstantin Kraft Konstantin Kraft
Von Links: Katrin Sternbeck, Wahlleiterin in Brüssow, Ulrich Schwanecke, Hauptamtsleiter, Birgit Briese, stellvertretende Amtsdirektorin, Karin Albrecht, Michael Rakow, Bürgermeister der Stadt Brüssow, und Daniel Bruch
Von Links: Katrin Sternbeck, Wahlleiterin in Brüssow, Ulrich Schwanecke, Hauptamtsleiter, Birgit Briese, stellvertretende Amtsdirektorin, Karin Albrecht, Michael Rakow, Bürgermeister der Stadt Brüssow, und Daniel Bruch Konstantin Kraft
Brüssow.

Unter welchem Träger soll die Kita „Sonnenschein“ in Brüssow künftig geführt werden? Ende Januar hatten die Stadtverordneten mehrheitlich entschieden, dass die Einrichtung in städtischer Trägerschaft bleiben soll. Damit wurde ein Beschluss von 2015 hinfällig, der einen Trägerwechsel der Kita nach Fertigstellung in die Hände der Stephanus-Stiftung vorgesehen hatte.

Bürger gegen Entscheidung der Stadtverordneten

Gegen den neuerlichen Beschluss der Stadtverordneten regt sich allerdings Widerstand. Nun wurde ein Bürgerbegehren im Amt Brüssow angemeldet mit dem Ziel, „die jüngste Entscheidung der Stadtverordneten zu kippen und damit das Amt Brüssow mit der Stephanus-Stiftung erneut an einen Tisch zu bringen, um ernsthaft über den Trägerwechsel der Kita zu verhandeln“, erläutert Daniel Bruch. Gemeinsam mit Karin Albrecht zählt er zu den Vertrauensleuten für das Bürgerbegehren. Die Initiatoren wollen einen Trägerwechsel ebenso wie Brüssows Bürgermeister Michael Rakow, weil sie sich davon eine bessere Betreuung der Kinder erwarten.

Stadt will Mehrkosten vermeiden

Dagegen lehnen die Stadtverordneten den Trägerwechsel zur Stephanus-Stiftung unter anderem wegen Mehrkosten ab, die sich für 2019 auf rund 28 300 Euro belaufen dürften. Für einen Erfolg des Bürgerbegehrens sind rund 160 Unterstützerunterschriften nötig.

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Kommentare (1)

Ich hätte erwartet, gegen so eine Forderung wird protestiert, aber niemals, dass Bürger oder gar Eltern das möchten.
Damit meine ich nicht einmal den allgegenwärtigen Missbrauchsskandal, sondern den Griff nach dem Verstand der Kinder. "Wer die Kinder hat, hat die Zukunft", nach diesem Motto versuchen die Kirchen, ihre Betriebe und auch Stiftungen wie die Stephanusstiftung diese frühzeitig mit ihrem Aberglauben zu beeinflussen. Das auch noch gefördert durch den Staat und die Kommunen, manche kirchliche Einrichtungen sogar zu 100%.
Auch für die Beschäftigten dürften sich, dank kirchlichem Sonderarbeitsrecht, die Bedienungen verschlechtern. Es wird zwar selten verlangt, sofort in eine Kirche einzutreten, aber doch entsprechender moralischer Druck erzeugt. Christliche "Informationsveranstaltungen" werden zur Pflicht für die Mitarbeiter der Einrichtungen. Kurz gesagt, ein schlechtes Geschäft für alle Seiten...außer für die Kirchen.

Ja, ich weiß, die Stephanusstiftung ist nicht direkt die Kirche. Die Praxis im Betrieb trotzdem die gleiche.

Im Interesse der Kinder und Eltern hoffe ich sehr, dieses Bürgerbegehren scheitert.