Massensterben

Bürgermeister in Prenzlau will hungrigen Hummeln helfen

Derzeit verhungern hunderte Hummeln in Prenzlau. Der Bürgermeister will nun neue Nahrungsquellen schaffen.
Konstantin Kraft Konstantin Kraft
Unter einer Silberlinde in Prenzlau liegen dicht an dicht zahlreiche tote Hummeln.
Unter einer Silberlinde in Prenzlau liegen dicht an dicht zahlreiche tote Hummeln. Konstantin Kraft
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Prenzlau.

Prenzlaus Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) will zusätzliche Nahrungsquellen für Hummeln im Stadtpark bereitstellen. Grund dafür ist das massenhafte Sterben der Insekten, das sich aktuell besonders unter einer Linde in der Grabowstraße beobachten lässt. „Wir werden uns der Sache annehmen und versuchen, den Hummeln zu helfen”, erklärte er. In Abstimmung mit einem Imker soll im Bereich des Parks Insekten-Nahrung angepflanzt und ausgelegt werden, kündigte er an. „Ich hoffe, dass es klappt.”

Hummeln finden keine Nahrung

Entlang der Grabowstraße und im Stadtpark lassen sich gerade hunderte tote Hummeln auffinden. Täglich kommen neue Kadaver hinzu. Der Grund: Für die Insekten fehlt es an Nahrungsquellen. Es blühen derzeit nur einige wenige Silberlinden, die als Trachtquelle für die Insekten dient und sie magisch anzieht. Mitunter nehmen die Hummeln weite Strecken in Kauf, um die Bäume zu erreichen. Vor Ort finden sie dann keine Nahrung mehr auf und verhungern in großen Zahlen.

Reichhaltiges Angebot an Blühpflanzen

Ein wirksames Mittel um das Massensterben der Hummeln zu verhindern sei „ein reichhaltiges Angebot blühender, nektarliefernder Pflanzen an vielen Stellen in der Stadt“, sagte Torsten Blohm von der Unteren Naturschutzbehörde.

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Kommentare (2)

Da wurde wohl wieder zu viel Pflanzenschutzmittel in der Nachbarschaft gesprüht. Von allein sterben die Tiere nicht.

Tote Hummeln um diese Zeit gab es schon immer: https://pollenhoeschen.de/hummeln-ansiedeln/hummelsterben-unter-den-linden/