TEMPLIN DROHT MIT PLATZVERWEISEN

Bürgermeister will Corona-Partys unterbinden

Nach ersten Partys an Seen trotz Corona-Krise will die Stadt Templin in Zusammenarbeit mit Revierpolizisten hart durchgreifen.
Nordkurier Nordkurier
Jugendliche feiern gern in größerer Runde am Templiner Lübbesee. In Corona-Zeiten ist das jedoch verantwortung
Jugendliche feiern gern in größerer Runde am Templiner Lübbesee. In Corona-Zeiten ist das jedoch verantwortungslos, sagt der Templiner Bürgermeister. Dirgis Wee
Templin.

Die Stadt Templin hat nach ersten Hinweisen auf größere Partys im Freien, insbesondere an Seen, Kontakt zum Revierleiter der Templiner Polizei aufgenommen, so Bürgermeister Detlef Tabbert (Linke). Er kündigte verstärkt Kontrollen der Revierpolizisten auch in den Abendstunden an. Gegebenenfalls werden Platzverweise ausgesprochen. In Zeiten der Corona-Krise bewusst größere Menschenansammlungen herbeizuführen und Corona-Partys zu feiern sei unsolidarisch, sagte der Bürgermeister. Es zeuge von wenig Empathie für Mitmenschen, die der Viruserkrankung schutzlos ausgeliefert sind, wenn auf diese Weise zusätzliche soziale Kontakte herbeigeführt werden.

Appell an Verantwortungsbewusstsein

Der Bürgermeister appellierte an junge Leute, die glaubten, das Virus könne ihnen nichts anhaben, Verantwortungsbewusstsein zu zeigen. Am Mittwoch sind bekanntlich Schulschließungen verfügt worden, um Infektionsketten zu vermeiden. Bei solchen Partys könnte das Virus unkontrolliert und unbemerkt weiterverteilt werden, möglicherweise sogar an Großeltern. Corona kann in den ersten 14 Tagen nach Ansteckung ohne Symptome verlaufen, aber schon an andere Menschen durch Tröpfcheninfektion oder über die Atemluft bei nahen Kontakten von Mensch zu Mensch übertragen werden.

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