Mit dem nächsten Fahrbahnwechsel soll der Probebetrieb der RB 63 zwischen Templin und Joachimsthal nach dem Willen des La
Mit dem nächsten Fahrbahnwechsel soll der Probebetrieb der RB 63 zwischen Templin und Joachimsthal nach dem Willen des Landes eingestellt werden. Sigrid Werner
Uckermark

Bundespolitiker treten für Erhalt der RB 63 ein

Von drei Bundespolitikern gibt es Kritik an Plänen im Land Brandenburg, die reaktivierte Strecke wieder stillzulegen. Besser sei es zu investieren.
Templin

Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Michael Kellner (B 90/Grüne) hat sich auf dem Jahresempfang der Stadt Templin für eine Fortsetzung des Probebetriebes der Schorfheidebahn zwischen Templin-Joachimsthal-Eberswalde (RB 63) ausgesprochen. Er äußerte sein Unverständnis darüber, wie in Zeiten der Verkehrswende überhaupt die Idee aufkommen konnte, den Betrieb auf einem vorhandenen Schienenstrang stillzulegen. „Ich finde es irre, da wo wir Bahnstrecken reaktiviert haben, heute ernsthaft drüber nachzudenken, Schienenstrecken stillzulegen.“

+++ „Die Abbestellung von Zügen ist der falsche Weg“ +++

Gemeinsam mit zwei weiteren Bundestagskollegen aus der Uckermark, Friedhelm Boginski (FDP) und Stefan Zierke (SPD), habe er einen Brief an Landesverkehrsminister Guido Beermann (CDU) geschrieben. Darin baten sie ihn, sich dafür einzusetzen, die komplette RB 63 kurzfristig noch in den Landesnahverkehrsplan aufzunehmen und die Strecke sukzessive zu sanieren. Im Büro von Stefan Zierke zeigte man sich danach enttäuscht über die Reaktion des Ministers.

Mehr Reaktionen: Landespolitiker wollen RB 63 nicht aufs Abstellgleis schieben

Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) hatte argumentiert, Probebetriebe auf maroden Strecken würden nicht als Ersatz für den motorisierten Individualverkehr angenommen. Der Ausbau auf eine Regelgeschwindigkeit koste nach Grobschätzungen mehr als 40 Millionen Euro und wahrscheinlich wegen der jetzigen Rahmenbedingungen noch mehr. Der Bund müsste die finanziellen Voraussetzungen für Bahnverkehre auch im ländlichen Raum schaffen. Zugleich kritisierte er die Deckelung der Kostenübernahme durch den Bund für die Neun-Euro-Tickets. Die Länder müssten damit ein Kostenrisiko im Landeshaushalt berücksichtigen.

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