KOMMUNALPOLITIK

CDU-Politiker der Uckermark wegen Haltung zur AfD attackiert

Wenn es um den Umgang mit AfD-Politikern geht, wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt. Das bekam jetzt der Kreistagschef zu spüren.
Horst Skoupy Horst Skoupy
Wolfgang Banditt (CDU), der Vorsitzender des Uckermark-Kreistages ist, hat mit Äußerungen zum Umgang mit der AfD po
Wolfgang Banditt (CDU), der Vorsitzender des Uckermark-Kreistages ist, hat mit Äußerungen zum Umgang mit der AfD politischen Wirbel entfacht. Kai Horstmann
Robert Schindler (Bündnis 90/Die Grünen) kritisierte Äußerungen des Kreistagschefs der Uckermark.
Robert Schindler (Bündnis 90/Die Grünen) kritisierte Äußerungen des Kreistagschefs der Uckermark. Kai Horstmann
Prenzlau.

Eine Diskussion zum politischen Umgang mit der Partei Alternative für Deutschland (AfD) in der Uckermark hat der CDU-Politiker Wolfgang Banditt entfacht. Nach der Landtagswahl in Brandenburg hatte der Vorsitzende des Uckermärkischen Kreistags in einem Zeitungsbeitrag dazu geraten, die AfD nicht weiter zu verteufeln, sondern mit den acht Abgeordneten der Partei im Kreistag eine sachliche und fachliche Arbeit auf allen Ebenen zu führen. Von „Zusammenarbeit“ war in dem Beitrag die Rede.

Klare Ablehnung

Der Vorstoß des CDU-Abgeordneten stieß bei Politikern von Bündnis 90/Die Grünen auf massive Kritik. Sie interpretieren die Aussagen Wolfgang Banditts als eine Form der Zusammenarbeit, wie sie von der Fraktion der Grünen offen abgelehnt werde, stellte Robert Schindler, Sprecher der uckermärkischen Grünen, klar. Nach Ansicht der Grünen handelt es sich bei der AfD um keine „ganz normale demokratische Partei“. Bei ihr seien Rassismus und Demokratiefeindlichkeit an der Tagesordnung. Das sei mit einer demokratischen Partei nicht vereinbar, hieß es. Daher werde es seitens der Bündnisgrünen auch keine Zusammenarbeit mit der AfD auf Kreisebene geben.

Dem Amt verpflichtet

Wolfgang Banditt sieht seine Äußerungen indes falsch verstanden. „Man sollte das Wort ,Zusammenarbeit’ nicht überinterpretieren“, stellte er klar. Als Kreistagsvorsitzender habe er ein Interesse an einem fairen Umgang mit den Vertretern der AfD im Kreistag. „Ich finde es richtig, mit den demokratisch gewählten Abgeordneten auf fachlicher und sachlicher Ebene umzugehen“. Das gebiete ihm übrigens auch sein Amt als Kreistagsvorsitzender, in dem er zur politischen Neutralität verpflichtet sei.

 

 

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Kommentare (2)

Habt doch endlich mal die Eier in der Hose und steht zu dem was ihr sagt. Statt dessen wird sobald ein Kontra aus dem linksextremistischen Spektrum kommt, gleich der Schwanz eingezogen und seine eigene Aussage relativiert. Wer sind die Grünen, dass sie anderen vorschreiben mit wem man zusammenarbeitet und redet.
7,5% haben sie bekommen, das ist noch nicht einmal halb so viel wie die CDU in der Region. Wollen aber, dass das Votum von mehr als 1/4 der Wähler ignoriert wird. Wer ist da wohl der Demokratiefeind?

Der junge Herr Schindler reißt ganz schön sein jugendliche Mundwerk auf.
Schwadroniert von Demokratiefeindlichkeit des pol. Gegners, wohl zu vergessend, daß eine bestimmte Anzahl der Wähler die andere Fraktion gewähl hat. Gehören die nicht zur Demokratie? Ach ja, ich vergaß, wer nicht parteipolitische Ansichten der Grünen vertritt, gehört schon zu den Verdächtigen, im schlimmsten Fall zu den -wie nennen die es?- Nazies. Spaltung hoch 10. Hauptsache Ideologien raushauen