HAUSHALTSPROGNOSE

Corona-Krise beschert der Uckermark ein Millionendefizit

Bei der Frage, wie viel Geld die Pandemie den Landkreis kosten könnte, ist vieles unklar. Eine erste Prognose sieht ein Defizit von 20 Millionen Euro.
Erste Prognosen zeigen ein Millionendefizit bei der Haushaltsplanung im Landkreis Uckermark. Zum Ausgleich muss der Kreis an s
Erste Prognosen zeigen ein Millionendefizit bei der Haushaltsplanung im Landkreis Uckermark. Zum Ausgleich muss der Kreis an seine Rücklagen gehen. Daniel Reinhardt
Uckermark.

„Die Lage ist schwierig, aber nicht hoffnungslos.“ Diese Worte wählte Bernd Brandenburg, Erster Beigeordneter der Landrätin, bei der Sitzung des Finanzausschusses im Kreistag Uckermark. Ein sachkundiger Einwohner hatte zuvor nach einer ersten Schätzung gefragt, wie viel die Corona-Krise den Landkreis kosten könnte. Obwohl viele Parameter zum jetzigen Zeitpunkt noch im Unklaren seien, nannte Brandenburg eine erste Zahl. Nach aktuellem Stand müsse mit einem Defizit von 20 Millionen Euro in der Haushaltsplanung gerechnet werden, informierte er.

Budgets auf dem Prüfstand

Der Kreiskämmerer sei deshalb gerade in den Fachämtern der Kreisverwaltung unterwegs, um die Einzelbudgets noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Auf der Seite des Aufwandes sei in der Regel immer noch etwas Luft, meinte Brandenburg. Die Ertragsseite sei zum jetzigen Zeitpunkt dagegen schwer zu quantifizieren. Spielräume gebe es beispielsweise bei der Frage, inwieweit die Zuweisung des Landes an die Kommunen aufgestockt wird. Ein dreistelliger Millionenbetrag stehe hier im Raum.

Defizit sollte kleiner werden

Der Kämmerer machte deutlich, dass er nicht davon ausgehe, dass es bei einem Defizit von 20 Millionen Euro bleibe. Zugleich stellte er klar, dass es mit einer „halbwegs moderaten Kreisumlage“ wohl nicht möglich sei, den Haushalt für 2021 auszutarieren. Stattdessen müsse der Kreis an seine Rücklagen gehen, um in den Folgejahren einen „vernünftigen Haushalt vorlegen zu können“. Denn eines scheint klar: „Die Corona-Krise wird uns mindestens noch 2021 und 2022 beschäftigen“, meinte Brandenburg.

Kreisumlage wird nicht erhöht

Die Haushaltslücke solle nicht über eine Erhöhung der Kreisumlage gegenfinanziert werden. „Wir können den Kommunen 2021 nicht mehr an finanziellen Aufwendungen abverlangen als 2020“, sagte Bernd Brandenburg unter Verweis auf die angespannte Haushaltslage in den Kommunen. Letztere leiden insbesondere unter einem starken Rückgang bei den Gewerbesteuereinnahmen, die den Landkreis selbst nicht so stark betreffen.

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