Peter Hahne hat lange fürs ZDF gearbeitet.
Peter Hahne hat lange fürs ZDF gearbeitet. Axel Rothkehl
TV-Größe fordert

„Corona-Kritiker müssen rehabilitiert werden”

Peter Hahne wird am Montag, dem 2. Mai, in der Kirche Malchow an der B 109 nahe Prenzlau erwartet. Reporterin Claudia Marsal gab der langjährige ZDF-Moderator vorab ein Interview.
Prenzlau

Mit dem Wegfall fast aller Corona-Einschränkungen scheint das Thema Pandemie für die meisten Menschen jetzt erledigt zu sein. Sollten wir einen Haken darunter machen und zur Tagesordnung übergehen?

Das wäre eine Katastrophe! Ich fordere, um es mit dem früheren Hessen-MP Roland Koch zu sagen, eine brutalst mögliche Aufklärung. Jede Verschwörungstheorie, mit der uns Politiker bewusst getäuscht und Panik gemacht haben, gehört geahndet. Fakenews über angebliche Überbelegung der Intensivstationen, dass Impfen keine Nebenwirkungen hat und immun macht oder ein Massensterben droht etc. Und die Kritiker, die das alles seit zwei Jahren beklagen und deshalb verhöhnt, verachtet, stigmatisiert und dämonisiert werden, müssen in aller Form rehabilitiert werden.

Was hat Sie in den vergangenen zwei Jahren am meisten schockiert?

Wir haben unsere Kinder eingesperrt und Senioren ungetröstet sterben lassen. Das ist ein unverzeihliches Verbrechen. Ich belege das ja alles exakt in meinem neuen Buch. Die Stiftung Warentest hat bereits letztes Jahr die Masken für höchst schädlich erklärt, aber die Meldung wurde unterdrückt. Nur ein Beispiel für die Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit: Es waren linke Kollegen wie Stefan Aust oder Heribert Prantl, die energisch davor gewarnt haben. Sind das etwa Nazis? Als Christ sage ich: Nur die Wahrheit macht frei. Dieses Jesus-Wort gilt es schonungslos umzusetzen.

Was machen Sie der Regierung am meisten zum Vorwurf?

Dass sie, zusammen übrigens mit den Leitungen der Kirchen – ich war selbst 18 Jahre im 16-köpfigen Rat der EKD – Persönlichkeiten wie Pfarrer Thomas Dietz wie Aussätzige behandelt hat, nur weil sie sich gegen die regierungsamtlichen Verschwörungstheorien gewehrt haben. Ich komme also am 2. Mai auch als jemand, der einfach Danke sagen will.

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Glauben Sie, dass das Ganze im Herbst erneut anlaufen wird?

Ja! Ich bin zwar kein Virus-Experte, als die sich Politiker, Pastoren und Moderatoren ja so gerne ausgeben, aber kann zwei und zwei zusammenzählen: die Panik-Politiker werden künftig jede Grippe skandalisieren. Wetten, dass….?!

Haben die Corona-Demos aus Ihrer Sicht Sinn gemacht?

Ja, unbedingt! Das kann ich sogar aus vertraulichen Gesprächen mit Spitzenpolitikern bestätigen und am 2. Mai anonymisiert erzählen. Ein Krimi! Denen ging der Allerwerteste auf Grundeis. Zum Schluss ist bekanntlich auch der Deutsche Ethikrat, einst Scharfmacher hoch 180, eingeknickt und hat alles, was Leute wie Pastor Dietz schon vor zwei Jahren gesagt haben, bestätigt. Leider zu spät. Jetzt weiter auf die Straße gehen und mit allem Nachdruck die Verurteilung der Verantwortlichen fordern! Übrigens auch für die weit über 100 Toten bei der Ahr-Flut, ein Hauptanliegen meines Buches.

War Ihnen klar, dass die allgemeine Impfpflicht nicht kommen wird oder fürchten Sie diese durch eine Hintertür?

Nein, das kriegen sie nicht mehr durchgesetzt. Wenn sich der dreimal geimpfte Herr Lindner von der FDP jetzt hier in den USA infiziert: Was soll da das Impfen? Ich glaube auch nicht, dass die Gerichte das mitmachen. Aber man soll bekanntlich nie nie sagen. Oder hätten Sie gewettet, dass Kirchen immer noch Leute aussperren, obwohl Jesus sagte: Kommet her zu mir a l l e, und nicht nur Geimpfte und Genesene. Also am 2. Mai sind alle willkommen.

Was sagen Sie dazu, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht für medizinisches Personal trotz aller Belege für Impfschäden weiter durchgesetzt wird?

Impfschäden? Ja, sind Sie denn von Sinnen, geschätzte Frau Kollegin? Wo sehen Sie denn Schäden. Die hat es nie gegeben, so wie es am 1. Mai bei Erich nie geregnet hat….. Vorsichtshalber: Das war Ironie (lacht).

Wie erleben Sie aktuell bei Ihrem Aufenthalt in den USA die Corona-Problematik, also die Masken- oder Impfpflicht, die Einflussnahme auf Berichterstattung etc.?

Ich bin schon mehrfach hierher „geflüchtet“. Selbst die Polizei läuft ohne Masken herum. Ich bin nie irgendwo kontrolliert worden. Die Amis sehen das locker. Das Medien-Getrommel lässt die kalt, das sind sie gewohnt. Aber man kann sicher sein: Wenn man in den Tiefen der Rocky Mountains oder am Strand von Santa Barbara Maskierte einsam auf freier Wildbahn sieht, dann sind das garantiert Deutsche (lacht).

Was hätten Sie sich von unseren Medien gewünscht?

Das sie einfach nur ihren Auftrag erfüllen. Medien sind, laut dem linksliberalen Kollegen Prantl, nicht dazu da, zu Grundrechts-Einschränkungen unter dem Deckmantel der Volksgesundheit zu schweigen. Ich bin Journalist geworden, um zu zweifeln. Kein Hofberichterstatter, sondern Anwalt der Wahrheit. Alle Seiten hören, nicht nur die regierungsamtlichen. Also mehr Nordkurier und weniger ZDF, um es mit Klartext zu sagen, den ich nicht scheue.

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Welches Resümee haben Sie aus der Krise gezogen?

Wachsam bleiben und gegen jede noch so kleine Einschränkung der Meinungs- und Bewegungsfreiheit einschreiten. Sie glauben gar nicht, wie ich mich freue, in Malchow frei reden zu dürfen!

Hat es Corona geschafft, Ihnen persönlich und Ihrem privaten Umfeld zu schaden?

Im Gegenteil. Ich habe zwar gute Freunde verloren, weil Corona ja längst zu einer ideologischen Religion mit Wahrheitsanspruch geworden ist. Aber ich habe viel, viel mehr neue Freunde gewonnen. Auch politisch Linke oder Atheisten, die diesen alten weißen Mann mit seinen Bibelsprüchen früher eher verspottet haben…. (lacht)

Haben Sie Hoffnung, dass die tiefen Gräben zugeschüttet werden können, und wenn ja, wie könnte das geschehen?

Durch solche Veranstaltungen wie die nächste Woche in Malchow: Begegnung, Gespräch, Lebensfreude, Humor. Endlich Schluss mit dieser Verbissenheit, die uns kränker macht als jedes Virus.

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Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.

Telefon: 039854/546

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