DRAMA IN LICHTENHAIN

Damhirsch verheddert sich in Fußballnetz

Wie befreit man ein aufgeregtes Wildtier? Vor dieser Aufgabe standen am Dienstag Feuerwehrleute auf einem Sportplatz in Lichtenhain.
Ines Markgraf Ines Markgraf
Christian Gand (rechts) versuchte mit den Feuerwehrkameraden, das Tier zu befreien.
Christian Gand (rechts) versuchte mit den Feuerwehrkameraden, das Tier zu befreien. ZVG
Der junge Damhirsch hatte sich mit dem Geweih im Netz eines Fußballtores in Lichtenhain verfangen.
Der junge Damhirsch hatte sich mit dem Geweih im Netz eines Fußballtores in Lichtenhain verfangen. ZVG
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Klaushagen.

Zu einem ungewöhnlichen Einsatz sind Kameraden der Feuerwehr aus Klaushagen und Warthe am Dienstagnachmittag alarmiert worden. Drei spielende Kinder hatten auf dem Sportplatz in Lichtenhain einen jungen Damhirsch entdeckt, der sich mit dem Geweih im Netz des Fußballtores verfangen hatte. Er konnte sich nicht selbstständig befreien. „Die Kinder haben richtig gehandelt, als sie die Feuerwehr alarmierten“, so Christian Gand vom Ordnungsamt der Gemeinde Boitzenburger Land. Ohne den Notruf wäre das Tier, so der Warther Ortswehrführer, elend verendet.

Befreiung des Wildtieres mithilfe einer Schere

Insgesamt acht Kameraden kümmerten sich vor Ort um das verängstigte Tier. Mit Steckleiterteilen wurde der Aktionsradius des Damhirsch eingeschränkt. „Das Tier war sehr aufgeregt“, so Christian Gand. Um das Wildtier aus der misslichen Lage befreien zu können, wurde auf „altmodischer Weise“, kurzerhand eine Schere von Anwohnern organisiert. Daisy Gräfin von Arnim, die nahe des Sportplatzes ihr Apfelcafé auf dem Hof betreibt, kann sich erinnern, als am Nachmittag plötzlich nach einem Messer oder einer Schere verlangt wurde. „Ich hatte gerade Kundschaft“, erzählte sie und hat vom ganzen Szenario auf dem Sportplatz erst später erfahren.

Ein Feuerwehrmann mit Jagderfahrung

„Zum Glück hatten wir einen jagderfahrenden Feuerwehrkameraden unter uns“, sagte Christian Gand am Abend. Auch für ihn keine alltägliche Situation. „Wir hatten schon ein verirrtes Hausschwein, das eine Nachbarin verängstigte, und ein Pferd, das in einen Gulli gefallen war“, erinnerte sich der Warther. Die Lage haben die Beteiligten dann doch gemeistert. Das Netz wurde entfernt und der junge Damhirsch sprang unbeschadet über das Feld in die Freiheit.

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