Konzert am Abend
Demonstration gegen Frei.Wild zieht durch Prenzlau

Rund 60 Personen beteiligten sich an der Demonstration, die durch die Innenstadt von Prenzlau zum Rathaus gezogen ist.
Rund 60 Personen beteiligten sich an der Demonstration, die durch die Innenstadt von Prenzlau zum Rathaus gezogen ist.
Konstantin Kraft

Anlässlich des Konzertes der Band Frei.Wild in der Uckerseehalle am Mittwoch in Prenzlau kam es auch zu Protesten in der Stadt.

Unter dem Motto „Keine Bühne für Rechtspopulisten” zog ab Mittwochnachmittag eine Demonstration durch Prenzlau. Ausgangspunkt für den Protest ist ein Konzert der Band Frei.Wild, das am Abend in der Uckerseehalle stattfinden soll. Rund 60 Personen beteiligen sich an dem Protestzug. Die Stimmung blieb friedlich.

Route durch die Stadt

Die Band Frei.Wild sorge dafür, dass rechtes Gedankengut in unserer Gesellschaft wieder salonfähig werde, kritisierte der Veranstalter der Demo: „Uns ärgert, dass die Stadt Prenzlau die Uckerseehalle überhaupt zur Verfügung stellt.” Darüber hinaus mahnte der Veranstalter den Anstieg der rechten Gewalt in der Uckermark an, insbesondere auch in der Kreisstadt. Diese Gewalttaten würden von der Stadtverwaltung herunter gespielt, so die Kritik. Zudem sollte der Protest die Verbrechen des Faschismus ins Gedächtnis rufen: „Auch in Prenzlau hat der Holocaust stattgefunden”, erinnerte der Veranstalter.

Straße zeitweise gesperrt

Gegen 16.40 Uhr setzten sich die Demonstranten in Bewegung. Vom Marktberg aus zogen sie durch die Friedrichstraße, über die Dr. Wilhelm-Külz-Straße und die Baustraße bis zum Platz vor dem Rathaus. Dabei waren Sprechchören wie „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda” oder „Nationalismus raus aus den Köpfen” zu hören. Die Bundesstraße musste während der Demonstration zeitweise voll gesperrt werden.

Anzeige wegen Hitlergruß

Roland Kamenz, Pressesprecher der Polizeidirektion Ost, bestätigte dem Uckermark Kurier, dass am Rande der Demonstration gegen einen Mann Anzeige erstattet worden ist. Diese habe den Hitlergruß gezeigt. Bei dem offensichtlich alkoholisiertem Mann, der in Gewahrsam genommen wurde, habe es sich weder um einen Teilnehmer der Demonstration noch um einen Konzertbesucher gehandelt. Er sei, so Kamenz, bereits polizeilich bekannt.

Konzert und Redebeiträge

Gegen 17.30 Uhr erreichte die Demonstranten den Platz vor dem Rathaus. Dort war eine kleine Bühne aufgebaut. Im Laufe des Abends sollten hier noch Konzerte und weitere Redebeiträge stattfinden.

Kommentare (2)

Der Veranstalter wollte nicht namentlich erwähnt werden. Wie feige ist diese Person. Ganze 60 Personen haben daran teilgenommen,eine wahre Demonstration. Diese 60 Personen,spiegel sicher nicht den Durchschnitt der Prenzlauer Jugend ab,sondern sind Außenseiter der Stadt.

im zweiten Bild ist ein Banner (soweit ich lesen kann) mit Auschrift: "Feministen genen Deutschland" zu lesen. Die Chaoten sind rangekarrt worden, ohne zu wissen, was eigentlich in Prenzlau los war. Berufsdemonstranten ohne Überzeugung, die für nen schnellen Euro überall hinfahren; Hauptsache dagegen, wogegen? Ist doch egal!