KOMMUNALWAHL 2019

Die schwarz-grüne Insel der Uckermark

In Randowtal stehen nach der Kommunalwahl Ziemkendorf und Wollin im Blickpunkt: Die einen wählten CDU und Grün, die anderen AfD und NPD.
Kai Horstmann Kai Horstmann
Ortsschild von Ziemkendorf zeigt, das Dorf gehört zur Gemeinde Randowtal.
Ortsschild von Ziemkendorf zeigt, das Dorf gehört zur Gemeinde Randowtal. Kai Horstmann
Genauso wie Wollin ist Ziemkendorf von viel Landwirtschaft und Natur umgeben.
Genauso wie Wollin ist Ziemkendorf von viel Landwirtschaft und Natur umgeben. Kai Horstmann
In Ziemkendorf herrscht noch ein idyllisches Dorfbild.
In Ziemkendorf herrscht noch ein idyllisches Dorfbild. Kai Horstmann
Ziemkendorf.

Wie Wollin, aus dem wir am Dienstag berichtet haben, liegt Ziemkendorf mit 80 Wahlberechtigten in der Gemeinde Randowtal. Beide Orte sind inmitten einer grünen Landschaft und haben neben der Gemeindezugehörigkeit noch eine Gemeinsamkeit: Jeweils zwei Parteien erreichten bei der Kommunalwahl im jeweiligen Dorf zusammengerechnet über 58 Prozent. Doch politisch trennen beide Dörfer Welten. Während Wollin sich für Blau und Braun entschied, die AfD erhielt 44,3 und die NPD 14,1 Prozent, wurde in Ziemkendorf hauptsächlich Schwarz und Grün gewählt. Die CDU erzielte 30,8 und die Grünen brachten es auf 27,4 Prozent. Das macht in Wollin zusammengerechnet 58,4 Prozent und in Ziemkendorf 58,2 Prozent.

Probleme nicht ausschlaggebend

Auch in Ziemkendorf läuft nicht alles rund. Einzelne Häuser stehen leer und die Dorfstraße sowie der Bürgersteig sind in einem schlechten Zustand. Dazu leben in Ziemkendorf ebenfalls Rentner, die auch keine höheren Altersbezüge erhalten. Gerade ältere Leute und Menschen mit einem Rollator haben große Schwierigkeiten auf den schiefen Gehwegplatten zu laufen. Auf der Straße können gehbehinderte Menschen ebenfalls nur sehr schwer laufen, da es sich um eine Kopfsteinpflasterstraße mit vielen Unebenheiten handelt.

CDU-Kandidat hat familiäre Bindungen im Ort

Der CDU-Kandidat Andreas Meyer, dessen Eltern hier wohnen, setzt sich sehr für die Erhaltung der Dorfkirche ein, und sorgt für einen hohen CDU-Zuspruch. Der Grünwählerstimmenanteil lässt sich anhand eines alternatives Wohnprojekts erklären. Dieses wurde im Zuge der Kampagne „Mietshäuser Syndikat“ gegründet. Um den Wohnungsleerstand abzubauen, verkaufte die Gemeinde zwei Häuser an das Wohnprojekt, aber nur unter Auflage. Doch diese haben die neuen Hausbesitzer noch nicht erfüllt. Jetzt droht die Gemeinde mit einer Rückübertragung. Wer glaubt, dass die Ziemkendorfer wegen derlei Probleme nun rechts wählen, der irrt sich gewaltig. Die NPD erhielt nicht eine einzige Stimme, lediglich 18 Bürger wählten AfD.

Sei Aschenbrödel! - Dein personalisierbares Märchenbuch zum Film!

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Ziemkendorf

zur Homepage