Jedes Kind braucht einen Vornamen. Manche liegen seit Jahren im Trend.
Jedes Kind braucht einen Vornamen. Manche liegen seit Jahren im Trend. Monika Skolimowska
Beliebte Vornamen

Diese Baby-Namen sind der Hit in der Uckermark

Die Zahl der Neugeborenen lag 2021 etwa auf Vorjahresniveau. Welche Vornamen haben Standesbeamte besonders oft in Geburtsurkunden geschrieben?
Templin

110 Kinder haben 2021 das Licht der Welt im Sana Krankenhaus Templin erblickt. Etwas weniger als 2020, als es 115 waren. Patricia Mularczik weiß das von Berufs wegen genau. Sie ist eine der beiden Standesbeamtinnen in der Templiner Stadtverwaltung. Dort werden die Geburtsurkunden ausgestellt. Im vergangenen Jahr für 61 Jungen und 49 Mädchen. Welche Vornamen bei Eltern 2021 besonders beliebt waren, auch darüber weiß Patricia Mularczik Bescheid. „Bei den Mädchen waren das Amira, gefolgt von Emma und Hannah“, so die Standesbeamtin. Bei den Vornamen für Jungen landete Emil auf Platz eins. „Er wurde drei Mal vergeben.“ Hoch in der Gunst von Eltern hätten aber auch Hermann, Karl und Leo gestanden.

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Mittlerweile hat sich in der Namensgebung einiges verändert, lässt Patricia Mularczik wissen. „Es ist nicht mehr so, dass durch den Vornamen des Kindes auch eindeutig das Geschlecht erkennbar sein muss“, erklärt Patricia Mularczik. Sie und ihre Kollegin Anne-Kathrin Kroß weisen Eltern zwar darauf hin, dass dies für das Kind auf seinem Lebensweg besser wäre. „Wenn sie jedoch bei ihrem Wunsch bleiben wollen, ist das kein Problem. Dann wird der Vorname so beurkundet“, sagt die junge Frau. Als Beispiel nennt sie Luca, sowohl ein Vorname für Jungen als auch für Mädchen.

Im Zweifel Blick ins Handbuch

Wenn es um die Schreibweise von ungewöhnlichen Vornamen geht, dann nutzen die beiden Standesbeamtinnen das Internationale Handbuch der Vornamen. „Das ist besonders dann hilfreich, wenn ausländische Mitbürger zu uns kommen, um die Geburt ihres Kindes beurkunden zu lassen.“ Unstimmigkeiten mit Eltern habe es in diesem Bereich nie gegeben, lässt Patricia Mularczik, die seit zweieinhalb Jahren als Standesbeamte in der Stadtverwaltung arbeitet, wissen. Die beiden Standesbeamtinnen wünschen sich, dass die Zahl der Geburten in Templin wieder steigt. Immerhin kamen 2019 noch 234 Kinder im Sana Krankenhaus zur Welt. „Die Geburt eines Kindes zu beurkunden ist eine besonders schöne Aufgabe“, so Patricia Mularczik.

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Da es im Kreiskrankenhaus Prenzlau keine Entbindungsstation mehr gibt, hat der Eintrag „Prenzlau“ als Geburtsort in der Geburtsurkunde Seltenheitswert. Dennoch gibt es ihn. So gab es im vergangenen Jahr – wie auch schon im Jahr 2020 – in der Uckermark-Kreisstadt zwei Hausgeburten. Insgesamt wurden im Prenzlauer Standesamt im vergangenen Jahr 148 Neugeborene angemeldet, davon waren 64 weiblichen und 84 männlichen Geschlechts. Der beliebteste Vorname bei den Mädchen war Lina (viermal). Theoretisch ebenfalls viermal vergaben Eltern an ihre Babys den Namen Clara. Wobei es hier aber eine Unterscheidung gibt, denn zweimal wurde dieser Name mit dem Anfangsbuchstaben „C“ und zweimal mit dem Anfangsbuchstaben „K“ vergeben.

Manche haben sogar dritten Vornamen

Ebenfalls zweimal wurden jeweils die Namen Jette, Johanna, Mathilda und Hailey vergeben. Bei einigen der Mädchen steht hinter dem ersten noch ein zweiter oder sogar dritter Vorname. Oder ein Bindestrich macht einen Doppelnamen daraus. Bei den Jungen hatte ganz klar Liam mit vier Einträgen die Nase vorn, der Name Jonas wurde dreimal vergeben. Fritz, John, Lennox, Lenny und Leo je zweimal. Und auch bei den Jungs gab es in vielen Fällen gleich noch einen zweiten Vornamen dazu. Im Jahr 2020 waren es übrigens 136 Babys, davon 74 Mädchen und 62 Jungen, die in Prenzlau angemeldet wurden.

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