Immer wieder streikt der Fahrstuhl an dem Haus, in dem vorrangig  ältere Menschen leben.
Immer wieder streikt der Fahrstuhl an dem Haus, in dem vorrangig ältere Menschen leben. Claudia Marsal
Havarie in Prenzlau

Dieser Fahrstuhl ist schon seit Wochen defekt

Viele Etagen bis zur Wohnung hochkraxeln, ist schwer. Vor allem wenn man in einem Seniorenblock lebt. Doch laut Fachfirma sind die Bewohner selbst schuld.
Prenzlau

Seit Dezember 2021 sind die Mieter im Prenzlauer Georg-Dreke-Ring 47 ohne Fahrstuhl. Der Außenlift ging offenbar in der Weihnachtszeit kaputt und ist bis dato nicht nutzbar. Das sei vor allem für die Fahrdienste ein Problem, die ihre Patienten nun über die Treppe nach unten beziehungsweise oben bringen müssten, beklagte Taxi-Unternehmer Carsten Waßmund.

Er weiß, dass es mit dem Aufzug auch in der Vergangenheit schon oft Probleme gegeben hat und dadurch die zumeist sehr alten und gehandicapten Bewohner gar nicht mehr aus dem Haus kommen.

Störung übermittelt

Beim Vermieter, der Wohnbau GmbH, war daraufhin zu erfahren, dass Störungen wichtiger technischer Geräte grundsätzlich immer ärgerlich seien. Der betreffende Aufzug versende daher unverzüglich und automatisch eine elektronische Meldung an die zuständige Fachfirma. Dieser Betrieb habe, so der Vermieter, auch diesmal den Ausfall aufgenommen.

„Nach Rücksprache mit den Fachleuten gaben diese an, dass der Schaden auf eine unsachgemäße Nutzung der Anwohner zurückzuführen ist”, erläutert Wencke Lippski, Leiterin Unternehmensorganisation. Das Fenster im Durchgang zum Aufzug sei geöffnet und auch bei Starkregen nicht geschlossen worden, setzt sie erläuternd hinzu.

„Das dadurch eingedrungene Wasser hinterließ erhebliche Schäden an der Technik. Die Elektronik musste ausgetauscht werden. Auch die aktuell wiederkehrenden Störungen sind auf die unsachgemäße Nutzung und das dadurch eindringende Wasser zurückzuführen”, so Lippski.

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Die derzeit notwendigen Ersatzteile seien beim Hersteller kurzfristig nicht verfügbar. Die Fachfirma setzte die Reparatur ab dem 2. Februar mit den bereits eingetroffenen Ersatzteilen fort.

Ein weiteres Teil befindet sich jedoch weiterhin in der Zustellung – ohne konkretes Lieferdatum. Das hört sich also nicht nach einer schnellen Lösung für die Notlage an.

Generell würden, so Lippski, alle Aufzüge der Wohnbau Prenzlau regelmäßig gewartet. Voraussetzung für eine Funktionsfähigkeit sei jedoch auch die ordnungsgemäße Nutzung, die laut Aussage der Fachfirma in diesem Wohnhaus nicht gegeben war.

 

 

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