AB 2. JUNI

„Eingeschränkte Regelbetreuung“ in Uckermärker Kitas

Es ist ein großer Schritt in Richtung Regelbetrieb. Alle berufstätigen Eltern in der Uckermark können ihre Kinder bald wieder in die Kitas schicken.
3000 bis 3500 zusätzliche Kinder sollen ab Anfang Juni zurück in die Kitas in der Uckermark gehen können. Die a
3000 bis 3500 zusätzliche Kinder sollen ab Anfang Juni zurück in die Kitas in der Uckermark gehen können. Die aktuellen Hygieneregeln gelten fort. (Symboldbild) Sebastian Kahnert
Uckermark.

„Wir wollen die Beschäftigten, die jeden Tag zur Arbeit gehen, entlasten”, hat die uckermärkische Landrätin Karina Dörk (CDU) am Freitag erklärt. Mit einer neuen Allgemeinverfügung erweitert der Landkreis Uckermark die Zahl der Anspruchsberechtigten für eine Betreuung ihrer Kinder in den Kindertagesstätten. Ab dem 2. Juni sollen demnach sämtliche sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und Selbstständigen, die bis dato keine Notfallbetreuung für ihre Kinder wahrnehmen konnten, einen solchen Anspruch haben.

Antrag muss gestellt werden

Voraussetzung dafür ist, dass die Eltern einen Antrag beim Jugendamt stellen. Erst nach Bewilligung kann die Betreuung für das Kind in den Kitas geleistet werden. Die Betreuung steht an fünf Tagen in der Woche für bis zu sechs Stunden offen. Damit soll vermieden werden, dass Kinder nur an einzelnen Tagen in der Woche in die Kitas gehen dürfen.

Notfallbetreuung wird fortgesetzt

Mit dieser „eingeschränkten Regelbetreuung” nutzt der Landkreis die Möglichkeiten in der aktuellen Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Brandenburg. Den Landkreisen wird ein gewisses Maß an Selbstständigkeit bei der Festlegung der Kitabetreuung zugestanden. Und so sollen ab dem 8. Juni dann auch alle Vorschulkinder wieder in die Kitas gehen dürfen. Die Notfallbetreuung, die schon bislang in den Kitas geboten wird, bleibt unterdessen erhalten. Das heißt, der Anspruch für Eltern aus der kritischen Infrastruktur bleibt unberührt. Sie müssen keinen erneuten Antrag beim Jugendamt stellen.

Niedrigste Infektionsrate in Deutschland

Diese umfassende Erweiterung der Kitabetreuung ist auch deshalb möglich, weil das Infektionsgeschehen in der Uckermark bisher sehr gut bewältigt worden ist. Seit mehr als drei Wochen wurden keine Neuinfektionen gemeldet. „Wir haben sehr gute Zahlen”, betonte Karina Dörk. Auf 100.000 Einwohner gerechnet habe die Uckermark die niedrigste Zahl an Infizierten in ganz Deutschland, so die Landrätin, die auf diesem Wege auch die Arbeit des Gesundheitsamtes um Amtsärztin Dr. Michaela Hofmann ausdrücklich lobte.

Regelung gilt bis Ende Juli

Auf Grundlage der neuen Allgemeinverfügung sollen zusätzlich 3000 bis 3500 Kinder ab dem 2. Juni wieder in den Kitas betreut werden können. Zwingend erforderlich für eine Betreuung ist die Bewilligung durch das Jugendamt. „Wir wollen vermeiden, dass Eltern an den Kitas abgelehnt werden”, sagte Jugendamtsleiter Stefan Krüger. Die jetzige Regelung gilt zunächst bis zum 31. Juli.

 

 

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