Streifendienst
Eis auf Gewässern zu betreten, ist lebensgefährlich

Die Eisscholle an der Schinderkuhle lässt vermuten, dass dort auch schon Personen die Dicke des Eises getestet haben.
Die Eisscholle an der Schinderkuhle lässt vermuten, dass dort auch schon Personen die Dicke des Eises getestet haben.
Horst Skoupy

Kaum sind die Seen zugefroren, können es die Ersten kaum erwarten, aufs Eis zu gehen. Das alarmiert Mitarbeiter des Templiner Ordnungsamtes.

Die Bilder sind idyllisch. Frost zaubert seltsame Gebilde an Bäume und Sträucher, die Eiskristalle glitzern in der Sonne. Doch der Schein trügt. Gefährliche Begleiterscheinung des Winters: Die Gewässer beginnen zuzufrieren und sofort testen vor allem Kinder, wie dick das Eis ist. „Wir haben die ersten Anrufe erhalten, dass Kinder auf einem Pfuhl hinter der Ringstraße versucht haben, auf dem Eis zu laufen“, informierte am Mittwoch Christopher Zahl vom Ordnungsamt der Stadt Templin, der zugleich Löschzugführer der Stadtfeuerwehr ist.

Eis trägt noch lange nicht

Außendienstmitarbeiter sind deshalb verstärkt nach Schulschluss an Seen und Badestellen unterwegs, um Kinder sowie Erwachsene auf die Gefahren hinzuweisen. Trotz des anhaltenden Frostes sei das Eis noch lange nicht tragfähig, so Christopher Zahl. Die Gefahr einzubrechen, sei gerade jetzt außerordentlich hoch. Damit nicht genug. Bei einer Streife am Mittwochvormittag habe sich gezeigt, dass es auf den Seen noch einige offene Stellen gibt.

Gefahr auch für Retter

„Wir appellieren an alle Eltern, ihre Kinder davor zu warnen, das Eis zu betreten“, sagte Zahl. Die Mitarbeiter des Außendienstes, die selbst Feuerwehrleute sind, wollen bei ihren Streifengängen präventiv Personen an den Gewässer ansprechen und sie darauf hinweisen, dass sich nicht nur jene Menschen in Gefahr bringen, die auf das Eis gehen, sondern auch die Helfer der Feuerwehr, die auf dem brüchigen Eis Eingebrochene aus dem eiskalten Wasser holen müssen.