KRÄFTEMESSEN AUF UCKERSEE

Eisarsch-Pokal wechselt in Prenzlau den Besitzer

Nass, stürmisch, ungemütlich – so lässt sich das Wetter vom Wochenende auf den Punkt bringen. Wer konnte, blieb im Warmen. Nicht so die Segler.
Claudia Marsal Claudia Marsal
Pascal Helbig (links) aus Zeuthen holte am Wochenende mit seinem Kompagnon die begehrte Trophäe. Der 24-jährige Info
Pascal Helbig (links) aus Zeuthen holte am Wochenende mit seinem Kompagnon die begehrte Trophäe. Der 24-jährige Informatik-Student hatte tags zuvor noch seinen Masterabschluss verteidigt und deshalb doppelt Grund zur Freude. Claudia Marsal
Dr. Hanka Vallentin mit der prächtigen Torte.
Dr. Hanka Vallentin mit der prächtigen Torte. Claudia Marsal
Kräftemessen auf dem stürmischen See.
Kräftemessen auf dem stürmischen See. Claudia Marsal
Bettina Lischewski und Mario Stein im Beiboot.
Bettina Lischewski und Mario Stein im Beiboot. Claudia Marsal
Prenzlau.

„Man muss schon ein bisschen verrückt sein, um bei diesem Wetter zu segeln“ – Dr. Jörg Vallentin lacht, während er auf den Unterucksee schaut, auf dem sich am Sonnabendnachmittag Gischt und hohe Wellen türmen. Vor ein paar Minuten noch hat der Vize-Chef des Segelclubs Rot-Weiß im Wasser gelegen, kurz vorm Ufer vom Großbaum erwischt. Dieses Malheur war vermutlich dem Umstand der letzten Ausfahrt des Jahres geschuldet: Erwachsene und Kinder mussten sich beim Kampf um den Eisarsch-Pokal in die kleinsten Bootsklassen quetschen.

„So ein Cadet ist nun mal nichts für ausgewachsene Männer wie uns“, gestand der erfahrene Wassersportler aus Prenzlau schmunzelnd ein. Glücklicherweise war das eiskalte Wasser nicht bis zur Haut durchgedrungen. „Wir haben natürlich alle Trockenanzüge an, sonst wäre das zu riskant“, versicherte Teilnehmerin Bettina Lischewski dem Uckermark Kurier.

Nicht geschont

Sie hatte die letzte Runde mit Mario Stein vom Rot-Weiß-Vorstand im Beiboot verbracht und von dort aus mitverfolgt, wie sich Club-Präsident Andreas Verch und Dr. Jörg Vallentin mit zwei Kindern bei strömendem Regen und kräftigen Böen keine Schonung gönnten. Letztlich mussten sich alle am Ende des Tages aber einem 24-Jährigen aus Zeuthen geschlagen geben. Informatik-Student Pascal Helbig nahm den riesigen Silberkrug nach mehreren eiskalten Runden mit nach Hause.

Tortenmarie liefert

Dr. Jörg Vallentin erzählt, dass die Idee mit dem Eisarsch-Pokal bereits vor etlichen Jahren geboren wurde – quasi um den Vereinsmitgliedern noch einen schönen Abschluss des Segeljahres zu bescheren. Dass das Wetter im Dezember nie einladend ist, sei ihnen damals natürlich klar gewesen, setzt er schnell hinzu: „Aber gerade das macht ja den Reiz der Sache aus.“ Dafür, dass sich am Ende alle schnell aufwärmen konnten, war natürlich auch diesmal wieder gesorgt. Dr. Hanka Vallentin kredenzte zur Feier des Tages eine Riesentorte – kreiert in der Feldberger Manufaktur „Tortenmarie“. Die Medizinerin staunte, dass das Kunstwerk den Transport heil überstanden hatte, sogar die Segel standen am Ende noch – bis sie das Tortenmesser endgültig zu Fall brachte.

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