Erst im März hatte der Lidl-Geschäftsleitungsvorsitzende Christian Härtnagel die Ladesäule für Elektr
Erst im März hatte der Lidl-Geschäftsleitungsvorsitzende Christian Härtnagel die Ladesäule für Elektrofahrzeuge vor der neuen Lidl-Filiale in Prenzlau eingeweiht. Mathias Scherfling
Markt in Prenzlau

Elektroautos laden nun bei Lidl nicht mehr kostenlos

Supermärkte haben Fahrer von Elektroautos damit umworben, dass während des Einkaufs kostenlos geladen werden kann. Das geht nun zu Ende.
Prenzlau

Wie andere Discounterketten auch bieten Lidl und Kaufland, die zur Schwarz-Gruppe gehören, Kundinnen und Kunden, die ein Elektroauto fahren, einen besonderen Service: Auf den Parkplätzen vor vielen Filialen gibt es Ladesäulen, wo E-Autos während des Einkaufs aufgeladen werden können. Bisher konnten E-Autos dort eine Stunde lang sogar kostenlos geladen werden. Doch diese Großzügigkeit gegenüber den Fahrern von Elektroautos ist nun vorbei. Dieser Tage werden die Ladesäulen vor den Supermärkten von Kaufland und Lidl auf ein kostenpflichtiges Angebot umgestellt, wie die Schwarz-Gruppe dem Uckermark Kurier bestätigte.

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Dabei halten sich die Tarife allerdings in Grenzen. An AC-Ladepunkten bei Lidl soll eine Kilowattstunde 0,29 Euro kosten. An DC-Ladepunkten mit einer Leistung von bis zu 149 kW sollen 0,48 Euro/kWh berechnet werden. An Standorten mit einer Ladeleistung ab 150 kW soll die Kilowattstunde allerdings immerhin 0,65 Euro kosten. Gleichwohl liegen diese Preise immer noch im unteren Bereich dessen, was sonst an öffentlichen Elektroladesäulen verlangt wird.

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In der nördlichen und westlichen Uckermark ist in erster Linie die Ladesäule an der Lidl-Filiale in der Stettiner Straße in Prenzlau betroffen. Dort war erst nach dem Abriss des alten und der Errichtung eines neuen Ladengeschäfts Anfang dieses Jahres eine Lademöglichkeit für Elektroautos geschaffen worden. Zur Einweihung war seinerzeit sogar Christian Härtnagel, Geschäftsleitungsvorsitzender von Lidl Deutschland, nach Prenzlau gekommen. Die Säule in Prenzlau verfügt über zwei Schnellladeplätze mit je 30 Kilowattstunden und einen Ladeplatz mit elf Kilowattstunden, auch dort kann nun nur noch zu den genannten Tarifen geladen werden.

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Hintergrund für die Umstellung bei Kaufland und Lidl ist offensichtlich das Verhalten von sogenannten „Ladeschmarotzern“. Demnach haben einzelne Besitzer von E-Autos die kostenfreien Angebote auf den Supermarkt-Parkplätzen genutzt, um ihre Autos über viele Stunden mit Strom zu versorgen.

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