Ferienaktion

Engländer bieten in Prenzlau Muttersprache „in Action“ an

Im Moment sind Herbstferien. Doch im Gymnasium Prenzlau nahmen einige Schüler die Chance wahr, sich von Muttersprachlern unterrichten zu lassen.
Die Britin Teresa (2. von links) überprüft die Fortschritte, die Pepe, Tim und Amy beim Erstellen eines Kreuzworträtsels machen.
Die Britin Teresa (2. von links) überprüft die Fortschritte, die Pepe, Tim und Amy beim Erstellen eines Kreuzworträtsels machen. Mathias Scherfling
Prenzlau

In den meisten Schulen herrscht in den Ferien Ruhe. Das ist derzeit im Schulteil II des Scherpf-Gymnasiums in Prenzlau etwas anders. In drei Räumen wird hier Englischunterricht gegeben. Das Besondere daran ist, dass dieser Unterricht für jeden Teilnehmer komplett in dieser Sprache abläuft. Denn die zwei Lehrer und eine Lehrerin verstehen kein Wort Deutsch. Es unterrichten Engländer, die extra für diese Woche nach Prenzlau gekommen sind.

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Und das funktioniert gut. Beispielsweise in der Klasse von Teresa, die aus Yorkshire kommt. Hier führen zwölf Schüler der siebten und achten Klasse selbst gewählte Projekte durch. Amy, Pepe und Tim wollen zum Beispiel ein Kreuzworträtsel erstellen. Das ist schon in der eigenen Sprache schwierig. Aber sie schlagen sich gut. Schließlich geht es um die Sehenswürdigkeiten von London. Am nächsten Tisch sitzen Friedrich, Hanka und Linus und wollen hinter das Geheimnis des „Scotland Yard Games“ kommen. Wenn man sich dabei ausschließlich nur der englischen Sprache bedienen darf, ist das eine Herausforderung.

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Sehr viel konzentrierter geht es in einem Raum weiter zu. Hier sitzen Leondra, Yara, Lillemor, Marius, Viktor und Sebastian, um einen Dialog zu Papier zu bringen. Der Engländer Richard steht ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite. „Es macht mir hier mehr Spaß als im normalen Unterricht“, sagt Lillemor. Sie nimmt viel aus diesem besonderen Unterricht mit, mein sie. „English in Action“ führe das Gymnasium zum zweiten Mal durch, erläutert Schulleiter Ludger Melters. Angefangen habe das Gymnasium damit vor der Corona-Krise. „Für mich ist es einfach eine tolle Sache für die Schüler, die coronabedingt vielleicht Lernlücken haben.“ Der Vorteil sei in diesem Jahr, dass der Kurs kostenlos angeboten werden könne, weil er über die Corona-Hilfen des Landes finanziert werde.

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