Die siebenjährige Mia-Marie war traurig über den vielen Müll, den sie mit ihrer Oma in Templin fand und aufsamm
Die siebenjährige Mia-Marie war traurig über den vielen Müll, den sie mit ihrer Oma in Templin fand und aufsammelte. Kerstin Moser
Umwelt-Aktion

So viel Müll! Enkelin mit Oma auf Sammel-Tour

Was Mia-Marie aus Templin über achtlos weggeworfenen Müll denkt, hat ihre Oma Kerstin Moser echt überrascht.
Templin

Es lässt tief blicken, wenn einer Siebenjährigen auffällt, wie achtlos manche Menschen sind, die ihren Müll einfach in der Natur werfen. Das hatte Mia-Marie festgestellt, als sie mit ihrer Oma Kerstin Moser an einem Sonntag am Uferweg an der Templiner Schinderkuhle spazieren ging.

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Von der Reaktion ihrer Enkelin war die Templinerin echt überrascht. „Wenn jeder Mensch seinen Müll wegwirft, gibt es bald mehr Müll als Menschen“, gab sie die Worte von Mia-Marie wieder. Tags darauf zogen beide mit Müllzangen und Säcken los, um den Weg entlang Müll aufzusammeln. In gerade Mal zwei Stunden füllten sich zwei Säcke, erzählte Kerstin Moser. Mit Bier- und Schnapsflaschen, mit Verpackungen, selbst den Deckel einer Toilettenspülung zogen sie aus dem Gebüsch. Und auch Zigarettenstummel sammelten sie auf. Dass so viel Müll zusammenkommt, hätten beide nicht erwartet.

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Über den „Erfolg“ der beiden ist Kerstin Moser einigermaßen schockiert. Nicht nur, weil es offenbar so viele Menschen gibt, die ihren Müll in der Umwelt entsorgen. „Hier fahren und laufen so viele Menschen entlang. Warum kann nicht jeder mal ein Stück aufheben und in die Mülltonne an der Schinderkuhle werfen? Das ist mir unbegreiflich“, sagte die 52-Jährige, der als Reinigungskraft Sauberkeit und Ordnung ohnehin sehr am Herzen liegen.

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