Alle Uckermärker Kliniken leiden unter erkranktem Personal – gleich ob bei Operationen, auf Intensiv- oder Normalst
Alle Uckermärker Kliniken leiden unter erkranktem Personal – gleich ob bei Operationen, auf Intensiv- oder Normalstationen. Asklepios Klinikum Uckermark
Coronainfektionen

Erkranktes Personal bremst Kliniken in der Uckermark aus

Die Versorgung von Corona-Patienten konnten die Krankenhäuser in der Uckermark bisher stets gewährleisten. Probleme gab es zuletzt trotzdem.
Schwedt

Den Krankenhäusern in der Uckermark haben zuletzt vor allem Personalausfälle im Zuge zahlreicher Corona-Infektionen zu schaffen gemacht. „Bei uns fehlten zeitweise mehr als 35 unserer rund 200 Krankenschwestern und Pfleger“ sagte Ulrich Gnauck, Geschäftsführer des Asklepios Klinikums Uckermark in Schwedt. Über längere Zeit hätten bestimmt bis zu 20 Prozent der Pflegekräfte nicht zur Verfügung gestanden, auch bei den Ärzten habe es erhebliche Ausfälle gegeben, erläuterte Ulrich Gnauck.

+++ Uckermärker Kliniken zurzeit nicht durch Corona überlastet +++

Zwar hätten alle medizinisch notwendigen Behandlungen durchgeführt werden können, man habe auch keine Patienten abweisen müssen, aber sonst hätte sich die Klinik schon auf das Wichtigste konzentrieren müssen, so Ulrich Gnauck. Planbare größere Behandlungen und Operationen müssen den Angaben zufolge nicht mehr in dem Maße aufgeschoben werden wie noch zu Beginn des Jahres.

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Als größtes Problem in den Kliniken der Gesellschaft für Leben und Gesundheit GmbH (GLG) in Prenzlau, Angermünde und Eberswalde sieht auch Andreas Gericke, Pressesprecher der GLG, die Ausfälle von Pflegekräften und Ärzten wegen Coronaerkrankungen. „In der Spitze im Februar und März haben bei uns bis zu 30 Prozent des Personals nicht zur Verfügung gestanden. Es gab entsprechende Einschränkungen der Versorgung“, teilte der GLG-Sprecher mit. Erst in jüngster Zeit sei die Zahl der Erkrankungen wieder zurückgegangen und die Lage normalisiere sich.

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Eine größere Belastung sei auch im Sana Krankenhaus Templin erkranktes Personal gewesen, so André Puchta, Pressesprecher des Betreibers Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH. Dennoch habe das Haus die Notfallversorgung stets aufrechterhalten können. Bei planbaren Behandlungen sei es aber vereinzelt zu Verzögerungen gekommen.

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