Die Johanniter der Rettungswache präsentierten den modernen RTW mit Anti-Gaffer-Beklebung.
Die Johanniter der Rettungswache präsentierten den modernen RTW mit Anti-Gaffer-Beklebung. JUH/Nicole Wenzel
David Kreuziger, Vorstandsmitglied im Landesverband Berlin/Brandenburgder Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., erklärte die Fun
David Kreuziger, Vorstandsmitglied im Landesverband Berlin/Brandenburgder Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., erklärte die Funktionsweise des innovativen QR-Code-Designs. JUH/Nicole Wenzel
Wer diesen Rettungswagen fotografiert, erhält auf seinem Smartphone den Hinweis „Gaffen tötet”.
Wer diesen Rettungswagen fotografiert, erhält auf seinem Smartphone den Hinweis „Gaffen tötet”. Sigrid Werner
Notfalldienst

Erster Rettungswagen in der Uckermark mit Anti-Gaffer-Design

Durch einen innovativen QR-Code auf einem Johanniter-Rettungswagen sollen sich Unfall-Gaffer selbst auf frischer Tat erwischen.
Angermünde

Der erste Rettungswagen (RTW) mit einer sogenannten Anti-Gaffer-Fahrzeugbeklebung in Brandenburg ist in Angermünde in Betrieb gegangen. Der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., der die Rettungswache dort seit dem 1. Oktober 2021 betreibt, hat einen neuen RTW mit einem riesigen QR-Code bekleben lassen, das eine Verbindung zur Webseite „Gaffen-tötet“ herstellt und über das Verbot des Fotografierens oder Filmens eines Unfalls aufklärt. Seit 1. Januar 2021 ist Gaffen laut Paragraf 201a des Strafgesetzbuches kein Kavaliersdelikt mehr und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden.

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Deutschlandweit sind bereits 30 Johanniter-Rettungswagen mit dieser außergewöhnlichen Beklebung unterwegs. Was sie tatsächlich bewirkt, wird von einem Team um Prof. Marisa Przyrembel von der Akkon Hochschule für Humanwissenschaft unter dem Blickwinkel der Motivationspsychologie wissenschaftlich untersucht. Sie benötigt dafür belastbares Datenmaterial. Ausgewertet würden Daten aus den jeweiligen Rettungseinsätzen, Klickzahlen, die durch den QR-Code generiert werden, und Daten aus Befragungen des Rettungsdienstpersonals sowie der Bevölkerung, so die Johanniter.

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Zusätzlich würden zum Vergleich deutschlandweit 43 regulär beklebte Fahrzeuge in die Studie einbezogen. Die Daten würden selbstverständlich anonym erfasst. Niemand müsse fürchten, wegen des Klicks auf die Webseite „Gaffen tötet“ polizeilich erfasst zu werden, versichern die Johanniter.

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