VOGELBEOBACHTUNG

Etliche Störche in der Uckermark gesichtet

Es tut sich etwas in vielen Nisthilfen für die Adebare, auch wenn noch nicht alle erwarteten Vögel eingetroffen sind. Experten haben ein Auge darauf.
Bis Ende April werden auch in der Uckermark noch Störche erwartet.
Bis Ende April werden auch in der Uckermark noch Störche erwartet. Ursula Düren
Uckermark.

Etliche Storchenhorste in der Uckermark sind schon „bezogen”. Wie es konkret um die Ankunft der Weißstörche bestellt ist, wissen Heino Hauf und Wolf-Hasso Seybold. Sie sind sozusagen Storchenexperten, der eine für den NABU Prenzlau der andere für den NABU Templin. Beide haben ein wachsames Auge auf die Weißstörche, die sich in den Regionen Templin und Prenzlau niederlassen. Die Männer halten unter anderem schriftlich fest, wann die Vögel Einzug halten, wie viele Brutpaare es gibt, wie viele Jungtiere, stellen Vergleiche zu den Vorjahren an. Wolf-Hasso Seybold wird dabei von Norbert Bukowsky unterstützt.

Anfang Juli auf Erkundungstour

Einen ganz genauen Überblick, in welchen Nisthilfen Störche in seinem „Revier” bereits Einzug gehalten haben, hat Heino Hauf zurzeit zwar noch nicht. Aber in Röpersdorf und Potzlow haber er sich schon davon überzeugt, so der Prenzlauer. „In der Region gibt es insgesamt 50 Horste”, erklärt er. Anfang Juli geht Heino Hauf auf Erkundungstour. „Dann sind die Jungvögel schon so groß, dass man sie zählen kann.” Versorgt mit Hinweisen werde er auch von Storchenbeobachtern ehrenhalber: Menschen, die in der Nähe von Nisthilfen wohnen, und die Heino Hauf informieren, wenn es Probleme im Horst oder mit der Nisthilfe geben sollte.

Dankeschön für Unterstützung

Dank solcher Beobachter weiß auch Wolf-Hasso Seybold Bescheid, was derzeit in den Nisthilfen los ist. Ihm ist es wichtig, sich für so viel Einsatz zu bedanken. „Und wir hoffen natürlich, dass das auch so bleibt. Denn wir können nicht immer überall sein.” Der erste Storch im Altkreis Templin sei am 14. März wieder in Milmersdorf gesichtet worden, so der Experte. In den folgenden Tagen hätten Weißstörche außerdem Klosterwalde, Stegelitz, Thomsdorf, Lindenhof, Gandenitz, Steinfeld, Blankensee, Haßleben, Ringenwalde, Klein Fredenwalde und Herrenstein angesteuert. „Im Altkreis Templin gibt es unter dem Strich rund 65 Horste, die im Allgemeinen belegt werden”, so der Fachmann. Er weiß aus Erfahrung, dass bis Ende April noch mit der Ankunft von weiteren Vögeln zu rechnen ist. Das hänge von der Großwetterlage ab. „Weißstörche gehören zu den Seglern, was ihr Flugverhalten angeht. Sie brauchen ein bisschen Aufwind, um über den Bosporus zu kommen“, erklärt der Fachmann.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Uckermark

Kommende Events in Uckermark (Anzeige)

zur Homepage