FEUERWEHRAUSBILDUNG

Fachberater schult Uckermärker Retter im Umgang mit Gefahren

Vor Feuer und Rauch wissen sich Feuerwehrleute zu schützen. Doch was ist mit unsichtbaren Gefahren, mit denen sie beim Einsatz rechnen müssen?
Düngemittel enthält Ammoniumnitrat. Was passiert, wenn es größer Hitze ausgesetzt ist, demonstrierte Alex
Düngemittel enthält Ammoniumnitrat. Was passiert, wenn es größer Hitze ausgesetzt ist, demonstrierte Alexander Trenn den Feuerwehrleuten. Horst Skoupy
Templin.

Vor Feuer und Rauch wissen sich Feuerwehrleute in der Regel zu schützen. Doch bei einigen ihrer Einsätze lauern Gefahren, die nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. 13 Führungskräfte der Stadtfeuerwehr Templin, den Ortsteilen sowie aus der Gemeinde Boitzenburger Land haben deshalb in Templin ein Tagesseminar mit Alexander Trenn absolviert. Der studierte Chemiker, der selbst aktiver Feuerwehrmann in Schwedt ist, ist der einzige Fachberater für Gefahrstofflagen im Landesfeuerwehrverband.

Ausbildung angeboten

„Alexander Trenn hatte uns im Mai bei unserem Düngemitteleinsatz im Templiner Gewerbegebiet unterstützt. Damals hatte er uns angeboten, unsere Führungskräfte zu Gefahrstofflagen zu schulen. Sein Angebot haben wir gern angenommen”, sagte Templins Stadtbrandmeister Norbert Tuband. Einsätze, bei denen gefährliche Stoffe und Güter eine Rolle spielen, würden zum Glück nicht so oft vorkommen. Dieser Umstand habe aber auch eine Kehrseite. Es bestehe die Gefahr, dass Wissen, das nicht so oft abgerufen wird, in Vergessenheit gerate. „Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Gruppen- und Zugführer immer wieder schulen“, so Tuband.

Gefahr erkennen

Nicht zuletzt deshalb, weil die Feuerwehren mit ihrer Technik und Ausrüstung bei Einsätzen mit gefährlichen Stoffen auch schnell an ihre Grenzen kommen. „Wichtig ist in solchen Situationen aber, dass die Einsatzleiter in der Lage sind, die Gefahr zu erkennen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Genau das ist das Ziel des Seminars“, erklärte Alexander Trenn. Und so durchlief der Fachberater mit den 13 Feuerwehrleuten an dem Tag alle neun Gefahrgutklassen, mit denen sie im Einsatz konfrontiert werden können.

„Das war ein richtig gelungenes Seminar“, schätzte Norbert Tuband ein. „Wir haben heute viel Wissen auffrischen können und darüber hinaus eine Menge Neues dazugelernt.“

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