Spendenaktion

Familie des toten Lokführers soll unterstützt werden

In der Uckermark ist ein 50-Jähriger im Dienst umgekommen. Die „Eisenbahnerfamilie” lässt die Angehörigen des toten Kollegen nicht allein und ruft zu Spenden auf.
Steffen F. (Mitte) war bei den Kollegen überaus beliebt, versichert Nadine Köhn (rechts).
Steffen F. (Mitte) war bei den Kollegen überaus beliebt, versichert Nadine Köhn (rechts). privat
Prenzlau

Das Schicksal des während des Sturms von einem Ast erschlagenen Lokführers hat viele Menschen bewegt. Die Gedanken der Uckermärker sind seit Tagen bei der Familie des 50-Jährigen, der am vergangenen Donnerstag auf der Regionalbahnlinie 63 nahe des Bahnhofs Milmersdorf tödlich verunglückt war. In den sozialen Netzwerken ist jetzt in Regie der Mitarbeiter der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) eine Hilfsaktion für die Angehörigen des verstorbenen Kollegen angelaufen. „Steffen F. war ein sehr herzlicher Mensch, immer ein Lächeln im Gesicht, immer für alle da”, sagte am Sonntag die Initiatorin Nadine Köhn dem Uckermark Kurier. Sie stand bereits in Kontakt zur Witwe des Opfers, welche ihr bestätigt hatte, dass sie gar nicht mal ansatzweise wiedergeben könne, was ihm sein Beruf bedeutet habe.

Not lindern

„Wir Eisenbahner sind eine große Familie und werden deshalb jetzt versuchen, wenigstens die finanzielle Not etwas zu lindern”, bekräftigte die 41-jährige Lokführerin im Interview. Sie habe beruflich oft mit dem Toten zu tun gehabt und könne erahnen, welche materiellen Schwierigkeiten neben dem unglaublichen Leid auf die Hinterbliebenen zukommen. „Jeder einzelne Euro hilft, am Ende ist es die Masse der kleinen Beträge, die der Familie jetzt erstmal zumindest finanziell den Rücken freihält”, betonte die Eisenbahnerin. Nadine Köhn hat selbst zwei Kinder (15, 20), die im Alter der Söhne des Verstorbenen sind.

Wunde gerissen

„Wie schlimm muss es für die beiden Jungs sein, dass der Papa nicht mehr von Arbeit nach Hause gekommen ist? Meine Mutter starb zwei Tage vor meinem 17. Geburtstag – so eine Tragödie reißt eine Wunde, die nie mehr heilt.” Sie fühle auch mit der Frau des verunglückten Eisenbahners, „für die von einer Minute auf die andere plötzlich alles anders war und die die Familie jetzt allein durchbringen muss.” Wer etwas übrig habe, könne per Paypal spenden, appelliert Nadine Köhn an die Hilfsbereitschaft der Uckermärker. Sie selbst steht mit der Familie in direktem Kontakt. Per Email können Fragen gestellt werden. „Ich antworte sofort”, versichert die Lokführerin abschließend.

Wer etwas spenden möchte, findet in diesem Post der Facebook-Gruppe "Lokführer" die entsprechenden Daten:

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Kommentare (1)

Das Foto passt ja ganz und garnicht zum traurigen Bericht,aber wenn es so gewollt gewesen ist dann...verkneife ich mir doch lieber.