Artenschutz
Fledermäuse müssen noch warten

Für Fledermäuse soll auf dem alten Feldflugplatz in Prenzlau ein Refugium entstehen – die Verhandlungen laufen allerdings noch.
Für Fledermäuse soll auf dem alten Feldflugplatz in Prenzlau ein Refugium entstehen – die Verhandlungen laufen allerdings noch.
Benedikt Dittrich/Fotolia

Nach dem Abriss des Gutshaus in Alexanderhof sollten tierische Bewohner ein neues Refugium bekommen. Gefunden ist es, umziehen können sie aber noch nicht.

Als im September das Gutshaus in Alexanderhof abgerissen wurde, wurde auch der Keller mit abgetragen, das Loch wieder angefüllt und die Fläche entsiegelt. Damit mussten auch die Fledermäuse den Keller verlassen. Eine neue Heimat ist bereits in Sicht, aber noch haben die Arbeiten nicht begonnen: Ein Materiallager auf dem alten Flugplatz in Prenzlau soll für die lautlosen Jäger hergerichtet werden.

Komplizierte Strukturen

Der Grund: Die Verhandlungen laufen noch, denn gleich mehrere Institutionen und Unternehmen müssen das Vorhaben absegnen. Der Flugplatz, auf dem ein großer Solarpark Strom produziert, gehört der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), Inhaber des Solarparks ist hingegen die Investorengruppe LHI. Alle Partner sind zwar grundsätzlich von dem Vorhaben überzeugt, noch sind aber einige Dinge zu klären. Laut LHI-Sprecherin Claudia Mitteröder soll das Fledermaus-Refugium aber in Kürze eingerichtet werden können. Mit der Umsetzung des Projekts ist die Flächenagentur Brandenburg beauftragt.