Der teilweise geplante mobile Elektrozaun soll im Frühjahr durch einen massivere Konstruktion abgelöst werden.
Der teilweise geplante mobile Elektrozaun soll im Frühjahr durch einen massivere Konstruktion abgelöst werden. Patrick Pleul
Afrikanische Schweinepest

Für Zaunbau in der Uckermark Vorkehrungen getroffen

Fälle mit Afrikanischer Schweinepest nähern sich der Uckermark. Hier bereitet man sich derweil darauf vor. Ein Zaun soll entlang der Grenze zu Polen gebaut werden.
Uckermark

Bislang sind im Landkreis Uckermark noch keine Infektionen von Wildschweinen mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) festgestellt worden. Trotzdem bereitet sich der Landkreis seit einigen Wochen darauf vor. „Einerseits durch den Bau eines Zaunes entlang der Oder, andererseits, indem wir gemeinsam mit Land- und Forstwirten sowie Jagdausübungsberechtigten alle notwendigen Vorkehrungen treffen, um im Falle eines positiven Befundes gemeinsam, schnell, gezielt und wirksam agieren können“, sagte Landrätin Karina Dörk (CDU).

182 Fälle im Land Brandenburg

Mit Stand 2. Dezember war im Land Brandenburg bei insgesamt 182 Wildschweinen die ASP nachgewiesen worden. „Da sich die ASP bei Wildschweinen vom südlichen Brandenburg Richtung Norden und vom polnischen Territorium Richtung Westen ausbreitet, und die Restriktionszonen über den Landkreis Barnim bis zur Landkreisgrenze der Uckermark reichen, wurde am 16. November eine Allgemeinverfügung erlassen“, so die Landrätin. „Mit der Erweiterung der Pufferzone wurde die rechtliche Grundlage dafür geschaffen, auch in der Uckermark einen Schutzzaun zu errichten.“ Dieser bindet direkt an den Barnim an und soll an der A 11 im nördlichen Nachbarlandkreis Vorpommern-Greifswald enden.

1,5 Millionen Euro Kosten

Der Zaunbau soll auf einer Länge von rund 55 Kilometern in fünf Losen erfolgen. Für einen Teil des Loses 1 und die Lose 3, 4 und 5 sind die Aufträge nach erfolgter Ausschreibung bereits erteilt. Der verbleibende Teil des Loses 1 und das Los 2 sollen übergangsweise (aufgrund der Wasserstände in den Poldern) zunächst mit einem mobilen Elektrozaun bebaut werden. Erst im nächsten Frühjahr soll dieser dann durch einen massiven Schutzzaun ersetzt werden. Der Schutzzaun hat eine Höhe von 1,20 Metern und soll rund 1,5 Millionen Euro kosten. Wobei das Land Brandenburg den Landkreisen eine Refinanzierung zugesagt hat.

 

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