Im August 2019 heiratete die damalige Schwanenkönigin Karoline ihren Danny Scheffel im Friedgarten des Dominikanerkloster
Im August 2019 heiratete die damalige Schwanenkönigin Karoline ihren Danny Scheffel im Friedgarten des Dominikanerklosters. Mathias Scherfling
Hochzeiten

Fürs Ja-Wort zurück in die Uckermark

Das Heiraten ist nicht aus der Mode gekommen. In Templin waren es 2021 insgesamt 87 Paare, die sich trauten. In Prenzlau etwas weniger.
Uckermark

87 Mal haben die Templiner Standesbeamtinnen Patricia Mularczik und Anne-Kathrin Kroß im vergangenen Jahr das Ja-Wort von Hochzeitspaaren gehört. Genauso oft wie 2020, so Patricia Mularczik. „Die letzte Eheschließung 2021 fand am 30. Dezember statt“, so die junge Frau. „Zwei weitere Paare hatten für diesen Monat einen Termin vereinbart.“ Ansonsten sind Hoch-Zeiten für Hochzeiten von Mai bis September. „Besonders gern wurde im vergangenen Jahr im Juli geheiratet. 20 Paare haben wir dazu begrüßt. Im August waren es 15.“

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Heiraten kann man in Templin an drei Orten: im Trauzimmer in der Stadtverwaltung, im Festsaal im Historischen Rathaus und in der Kapelle der Westernstadt El Dorado. Corona hat auch im vergangenen Jahr das Prozedere der Eheschließungen bestimmt, sagt Patricia Mularczik. „Die Zahl der Gäste, die Braut und Bräutigam mitbringen können, hängt von der Größe der jeweiligen Räumlichkeit ab. Wir müssen nach wie vor darauf achten, dass die Abstände eingehalten werden. Bis zu seinem Platz muss jeder eine Maske tragen, dort kann er sie abnehmen.“

Stichwort besondere Momente: Davon gab es für Patricia Mularczik im vergangenen Jahr gleich mehrere: „Im April hatten wir eine Doppelhochzeit. Zwei Schwestern gaben ihren Männern gemeinsam das Ja-Wort. Es war wunderschön anzusehen, wie der Vater seine beiden Töchter in den Raum führte.“ Die Standesbeamtin erinnert sich auch gern an die Anmeldung eines Paares für den April. „Als der Termin feststand, meldeten sich die Eltern der Braut, die ebenfalls noch nicht verheiratet waren. Sie wollten sich unbedingt vor ihrer Tochter das Ja-Wort geben. Genauso ist es dann auch passiert.“ Ebenso bewegt war die Standesbeamtin, als im Dezember 2021 ein Paar geheiratet hat, das schon seit 40 Jahren zusammenlebt. Alles Gründe, die Patricia Mularczik darin bestärken, in ihrem Traumberuf zu arbeiten.

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Die meisten Paare, die sich im vergangenen Jahr in Templin das Ja-Wort gegeben haben, seien zwischen 30 und 50 Jahre alt gewesen. „Ganz junge Leute sind eigentlich die Ausnahme.“ Häufiger komme hingegen vor, dass ehemalige Templiner in der Kurstadt heiraten. Nicht zuletzt deshalb, weil in ihrer früheren Heimatstadt nach wie vor Eltern und Verwandte wohnen, mit denen sie gemeinsam feiern möchten.

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„Was die Eheschließungen in Prenzlau betrifft, war aus dem Standesamt zu erfahren, dass sich insgesamt 71 Paare im vergangenen Jahr in der Kreisstadt das Ja-Wort gaben“, teilte Prenzlaus Pressesprecherin Alexandra Martinot mit. Im Jahr zuvor seien es noch 85 Paare gewesen. Anders als in Templin fand in Prenzlau im Januar des vergangenen Jahres nicht eine einzige Hochzeit statt. Die erste Eheschließung war erst auf den 1. Februar terminiert. Auch der März sah dann wieder sehr übersichtlich aus, was Trauungen betrifft. „So richtig los ging es erst im Wonnemonat Mai. In diesem Monat gaben sich in Prenzlau immerhin bereits neun Paare das Ja-Wort. Im Juli steigerte sich das auf elf Eheschließungen. Getoppt wurden diese beiden Monate nur vom August in dem immerhin 15 Trauungen vorgenommen wurden.“ Die letzten drei Trauungen im zurückliegenden Jahr hätten am 21. Dezember stattgefunden. „Geheiratet werden kann in Prenzlau nicht nur im Rathaus, sondern auch im Refektorium oder im Friedgarten des Dominikanerklosters. Die meisten Eheschließungen allerdings fanden direkt im Standesamt im Rathaus statt“, so Alexandra Martinot.

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