ERFOLG MIT HüTEHUNDEN

Gerswälder Schäfer setzt auf tierischen Wolfsschutz

Immer mehr Wölfe werden in der Uckermark gesichtet. Mario Reinhäkel setzt statt auf Zäune auf eine andere Abwehr. Mit verblüffendem Erfolg.
Kai Horstmann Kai Horstmann
Mario Reinhäkel kontrolliert die Wassertränke und wird dabei von seinem Hund Rocky begleitet.
Mario Reinhäkel kontrolliert die Wassertränke und wird dabei von seinem Hund Rocky begleitet. Kai Horstmann
Trotz des niedrigen Stromzaunes sind die Schafe gut bewacht.
Trotz des niedrigen Stromzaunes sind die Schafe gut bewacht. Kai Horstmann
Die beiden Hunde Honey und Rocky bewachen in Götschendorf die Herde.
Die beiden Hunde Honey und Rocky bewachen in Götschendorf die Herde. Kai Horstmann
Mario Reinhäkel kann sich auf seine beiden Hunde Rocky und Honey verlassen.
Mario Reinhäkel kann sich auf seine beiden Hunde Rocky und Honey verlassen. Kai Horstmann
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Gerswalde.

Mario Reinhäkel ist einer der Schäfer in der Uckermark. Seine Herden weiden unter anderem in Ahlimbswalde und Götschendorf. In den Orten im Amtsbereich Gerswalde wurden immer wieder Wölfe gesichtet. Das zeigte auch ein persönliches Erlebnis mit dem Räuber, das Mario Reinhäkel selbst gar nicht mitbekommen hatte. Bei einer Fahrt zu seinen Weiden habe der Schäfer einen Jäger getroffen, der ihm erzählte, dass 20 Meter hinter seinem Wagen plötzlich ein Wolf über einen zwei Meter hohen Zaun gesprungen sei. Doch der 53-Jährige kann trotz dieses Begegnung und anderer Erlebnisse, die ihm berichtet wurden, von sich sagen, dass er noch keines seiner Schafe an den Wolf verloren hat.

Wachsame Aufpasser

Bei der Abwehr von Wölfen setzt Mario Reinhäkel nicht auf hohe Zäune, sondern auf Pyrenäische Berghunde. Diese Hunde sind sehr wachsam, da hat selbst eine Krähe nichts auf den Weiden zu suchen, wie Mario Reinhäkel berichten kann. Ab und zu findet er einen toten Fuchs oder einen Dachs, die sich auf die Weiden verirrt hätten. Aber von Wölfen keine Spur. Er führt dies unter anderem auf die Anwesenheit seiner Hunde zurück. „Ein weiterer Grund kann aber auch sein, dass sich hier bisher nur sogenannte Durchläufer aufhalten und sich bislang noch kein Wolf richtig angesiedelt hat“, vermutet Mario Reinhäkel.

Akzeptanz mit Grenzen

Er selbst ist nicht generell gegen Wölfe, wie er betont. Das zeigt er auch nach außen: Auf seinem Shirt prangt das Bild eines solchen Tieres. Er befürwortet sogar, dass sie in uckermärkischen Wäldern leben. „Aber da, wo Weidewirtschaft betrieben wird, haben sie nichts zu suchen. Vor allem nicht so viele. Da sollten die Wölfe doch entnommen werden können“, so Mario Reinhäkel.

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