NATURFREUNDIN

Gerswalderin hat Freude bei Vogelbeobachtung

Eine 86-jährige Dame versorgt die Gefiederten mit eigens hergestelltem Futter. Sie kennt sich aus. Aus gutem Grund.
Blaumeisen gehören zu den Arten, die sich am Futterhaus bei Brigitte Wilke einfinden.
Blaumeisen gehören zu den Arten, die sich am Futterhaus bei Brigitte Wilke einfinden. Uwe Werner
Gerswalde ·

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) sucht zurzeit den Vogel des Jahres 2021. Deutschlandweit kann man bis zum 19. März unter zehn Arten online darüber abstimmen. Das Interesse der 86-jährigen Gerswalderin Brigitte Wilke an solchen Aktionen hält sich in Grenzen. Dafür hat sie große Freude daran, genau zu beobachten, was sich an ihrem Vogelfutterhäuschen tut. Es mangelt nicht an diversen Vogelarten, die sie dort entdeckt: sechs bis acht verschiedene Meisenarten, gelegentlich Buchfinken, Zeisige, Amseln, Drosseln, darunter auch eine Wacholderdrossel, Baumläufer seien unter anderem darunter, ließ die alte Dame wissen. Seidenschwänze seien leider seit Langem nicht mehr auszumachen. „Vor 15 Jahren habe ich hier bei uns die letzten gesehen.”

Hobby seit 20 Jahren

Brigitte Wilke stellt das Vogelfutter selbst her. „Ich verwende dafür extra Fett und mische es zum Beispiel mit Rosinen, kleingeschnittenen Weintrauben und Äpfeln, Hasel- und Erdnüssen”, berichtete Brigitte Wilke. Seit 20 Jahren geht sie diesem Hobby mit Begeisterung nach.

Krähen machen Radau

Auch Ringel- und Turteltauben finden sich an der Futterstelle der Gerswalderin ein. „Genauso wie Krähen. Die sind allerdings nicht so beweglich wie die Tauben und müssen oft unverrichteter Dinge, also ohne Futter, wieder abziehen. Dafür machen sie ordentlich Radau”, so die 86-Jährige.

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