Der Beitragsservice verschickte bis letztes Jahr die Post an alle Haushalte.
Der Beitragsservice verschickte bis letztes Jahr die Post an alle Haushalte. Anne Müller
Es sind nur Beitragszahler von den Veränderungen betroffen, die per Überweisung zahlen.
Es sind nur Beitragszahler von den Veränderungen betroffen, die per Überweisung zahlen. Anne Müller
Rundfunkbeiträge

GEZ will Kosten zulasten der Bürger einsparen

Ein umstrittenes Thema sind die Rundfunkbeiträge: Die GEZ versendet demnächst keine Zahlungsaufforderungen mehr und will so die Kosten senken.
Prenzlau

Der Rundfunkbeitrag ist umstritten und für viele Bürger nicht mehr zeitgemäß. Vor allem junge Menschen nutzen die Öffentlich-Rechtlichen Angebote kaum bis gar nicht mehr und weichen mittlerweile auf bekannte Streamingdienste aus. Dennoch werden die Beiträge von ARD und ZDF für alle Haushalte erhoben. Auch wer keinen Fernseher besitzt und gar nicht aufs öffentliche Fernsehen zugreifen kann und will, darf sich von den Gebühren nicht befreien lassen. Um so ärgerlicher die neuste Veränderung. Bürger werden zu Eigenverantwortung, termingerechter und stetiger Einzahlung oder zur Teilnahme am Einzugsverfahren aufgerufen.

+++ „Zwei Euro Rundfunkbeitrag reichen aus“ +++

Der Beitragsservice von ARD und ZDF prüfe stetig, wie er die Kosten des Betriebes effizient und günstig gestalten könne, erklärte dazu Dennis Sponholz aus der GEZ-Pressestelle. Als eine der Maßnahmen der Kostenreduzierung nannte er die regelmäßige Auswertung der anfallenden Post. Die Aufwendungen des Beitragseinzuges wurden in den vergangenen Jahren – trotz steigender Portogebühren – stabil gehalten, erklärte er gegenüber dem Uckermark Kurier. „Um diese Ausgaben zu verringern und damit sowohl finanzielle als auch materielle Ressourcen zu schonen, versendet der Beitragsservice künftig keine regelmäßigen Zahlungsaufforderungen mehr an Beitragzahlende, die den Rundfunkbeitrag quartalsweise per Einzelüberweisung entrichten“, so Sponholz. Beitragszahlende würden nur noch einmalig eine Zahlungsaufforderung erhalten, in der die Beträge und die vier Zahlungsziele des Jahres vermerkt seien. Dies gelte so lange, bis sich die Höhe der Beträge ändere. Beitragszahler mit SEPA-Mandat seien nicht betroffen, erklärte der Pressesprecher. „Nur knapp 5,5 Prozent der insgesamt rund 46 Millionen Beitragszahler erhalten diese einmalige Zahlungsaufforderung“, so Dennis Sponholz.

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„Die Änderung wird über das Jahr verteilt sukzessiv umgesetzt“, so Sponholz: „Alle Beitragszahler, die von der Maßnahme betroffen sind, werden vom Beitrags-service individuell per Brief informiert“. Gestartet wurde damit am 20. Januar. Laut GEZ-Internetseite werde der Beitrag alle drei Monate jeweils zum 15. fällig. Beitragsmonate sind Februar, Mai, August und November. Die Kosten betragen aktuell quartalsweise 55,08 Euro.

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Leisten Beitragszahler ihren Rundfunkbeitrag nicht fristgerecht, würden sie schriftlich daran erinnert. Erfolgt auch danach kein Zahlungseingang, erhalte der Betroffene einen Beitragsbescheid, erklärte der Pressesprecher. Mit diesem würde ein Säumniszuschlag in Höhe von einem Prozent der rückständigen Beitragsschuld fällig, mindestens acht Euro, so Sponholz.

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