Michael Kranz (hinten rechts) freut sich über sein motiviertes Team.
Michael Kranz (hinten rechts) freut sich über sein motiviertes Team. Mary Beuttenmueller
Der Hauptsitz ist am Sternberg in Prenzlau.
Der Hauptsitz ist am Sternberg in Prenzlau. Mary Beuttenmueller
Jubiläum

„Grüne Apotheke” seit 30 Jahren am Markt

Gutes Personal ist das A und O: Michael Kranz aus Prenzlau hatte diesbezüglich Glück. Der 42-Jährige übernahm von seiner Mutter Ilona ein tolles Team.
Prenzlau

30 Jahre „Grüne Apotheke“ – das wäre in diesem Herbst eigentlich der Anlass für eine schöne Party gewesen. Knapp drei Jahre davon fungiert Michael Kranz, Sohn der Firmengründerin, mittlerweile schon als Chef. „Aber Lust zum Feiern? Irgendwie nicht“, sagt der 42-Jährige dem Uckermark Kurier. Er umschreibt seine Gefühlslage eher mit „dankbar, denn wir haben ja geöffnet. Aber die Stimmung ist getrübt.“ Sein Team sei erschöpft vom lauten Sprechen hinterm Plexiglas. Jeder einzelne Mitarbeiter habe in diesem Jahr viel geleistet, die Belegschaft habe großartig zusammengehalten und jeden Tag ihr Bestes gegeben, setzt der Unternehmer nachdenklich hinzu: „Als Belohnung vor dem Teillockdown konnten wir als Team noch einmal zusammen essen gehen in Prenzlau. Dabei wuchs die Idee, dass es diesmal für alle Kollegen zu Weihnachten Restaurant-Gutscheine gibt, um die Gastronomie zu unterstützen.“ Die Inhaber hätten sich bedankt, berichtet der Prenzlauer: „Aber man bemerkte bei manchem die Angst um sein Lebenswerk. Es fühlt sich bedrückend an, und es wird mir noch mal bewusst, welches Glück wir eigentlich mit den beiden Apotheken in diesen Zeiten haben.“

Tolle Menschen

Es gelte daher, den Fokus auf die positiven Dinge richten, betont der Kreisstädter: „Da gibt es zum Glück einige. Zum Beispiel beim Personalnachwuchs, wo wir Vivien Grensing und Lara Matzke dazugewinnen konnten, die schon als Schülerpraktikantinnen bei uns waren. Beides ganz tolle Menschen, denen man die Liebe zum Beruf anmerkt. Beide haben bei uns eine Perspektive gefunden und werden natürlich auch übernommen.“

Auch über Julia Gießmann, die nach dem Pharmaziestudium in Greifswald der Liebe wegen nach Prenzlau gekommen ist und nun als Apothekerin mit ihrem Know How fachlich unterstützt, sei er sehr froh, stellt der Chef der „Grünen Apotheke“ heraus. Nicht zu vergessen Maren Bulgis – „hier haben wir wirklich alle bei jeder Prüfung mitgefiebert. Sie macht gerade ihr praktisches Jahr bei uns und wird danach mit dem 3. Staatsexamen auch approbierte Apothekerin.“

Es seien all die Jahre immer die Menschen, die Mitarbeiter gewesen, die der Firma zum Erfolg verhalfen. „Schon meine Mutter hatte vor 30 Jahre das richtige Händchen bei der Auswahl ihres Stammteams. Diese Kollegen haben ihr bis zum Schluss die Treue gehalten. Sie alle stehen immer noch in engem Kontakt zueinander“, freut sich Michael Kranz und erwähnt namentlich Katrin Schulz, Marlies Scholz, Christiane Hoffmann, Birgit Matzdorf und Ilona Kranz, auch genannt die „fünf Musketiere“.

Pflanzliche Therapie

„Inzwischen sind wir 23 Kollegen in zwei Apotheken. Wir haben uns auf pflanzliche Therapie, Darmgesundheit und Mikronährstoffe spezialisiert. Jeder hat seinen Schwerpunkt und bildet sich ständig weiter. Wir wollen, sobald es wieder möglich ist, mit Patientenvorträgen und Aktionen rund um diese Themen starten. Was wir in den letzten Monaten zusammen geleistet haben, erfüllt mich mit Stolz“, stellt der Unternehmer heraus: „Besonders möchte ich mich aber bei meiner Filialleiterin Magda Haczkiewicz bedanken, die dieses Jahr Außergewöhnliches geleistet hat.“

Ebenso wie alle Partner und Lieferanten, egal ob Pflegedienst oder Arztpraxis.

„Aber ohne unsere Kunden wären wir nicht da, wo wir heute stehen. ‚Der Kunde ist unser Arbeitgeber‘ – das hat mich meine Mutter gelehrt. Dieser Satz begleitet mich nun schon seit vielen Jahren und erinnert mich daran, dass sie es sind, die im Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit stehen müssen. Der persönliche Kontakt, die Geschichten zu den Menschen – das ist das, was unsere Arbeit auch in dieser schwierigen Zeit so spannend und sinnstiftend hält. Wir geben unser Bestes, wir suchen nach Lösungen und wir finden sie auch (fast) immer.“

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