ENERGIE IN DER UCKERMARK

Grünes Strom-Angebot schwankt im Winter

Mal gibt es zu viel Sonne und Wind, mal zu wenig. Der Stromnetzbetreiber E.DIS muss täglich auf neue Einspeisemengen reagieren.
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Bei Winterwetter wechselt das Einspeiseangebot aus erneuerbaren Energiequellen schnell.
Bei Winterwetter wechselt das Einspeiseangebot aus erneuerbaren Energiequellen schnell. Sigrid Werner
Templin ·

Die Grünstrom-Einspeisesituation im Februar ist im Gebiet des Netzbetreibers E.DIS bisher sehr unbeständig gewesen und hat wetterbedingt zwischen sehr viel und fast null geschwankt. Allgemein sind Schwankungen zwar normal, aber gerade Wetterlagen zu Jahresbeginn stellen täglich eine neue Herausforderung für den Netzbetreiber dar. Denn mal schneit, dann stürmt es. Mal legen sich graue Wolken übers Land. Kaum ein Sonnenstrahl dringt hindurch. Dann gibt es wieder sonnige windstille Frosttage.

Strom bei 50 Hertz bezogen

Der Netzbetreiber E.DIS hat die Schwankungen der Energieproduktion am Beispiel des 9. Februar durchgerechnet. Im gesamten Netzgebiet registrierte er an diesem Tag nur eine sehr geringe Einspeisung aus Windkraft, gleiches galt für Strom aus Solarkraftwerken. Fast den gesamten Verbrauch, der in der Spitze an diesem Tag bei rund 1500 Megawatt (MW) lag, habe man deshalb aus dem Höchstspannungsnetz der 50 Hertz Transmission bezogen. Dabei war noch nicht mal ein besonders hoher Stromverbrauch durch Kälte festzustellen gewesen. Der höchste Stromverbrauch im E.DIS-Netz liege um die 2400  MW, derzeit liege man bei 1500 MW.

Strom ins Höchstspannungsnetz abgeleitet

Hingegen habe man vom 6. bis 8. Februar eine relativ hohe Windeinspeisung verzeichnet, zeitweise hatte die E.DIS bis zu 3000 MW mehr Windstromerzeugung als Verbrauch in ihrem Netz. Diese Mengen wurden an 50 Hertz übergeben und über das Höchstspannungsnetz abtransportiert. Es fehlt immer noch an Speicherlösungen, die auch im großen Maßstab tauglich sind, hieß es.

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