Von Felix Voge erfuhren die Kinder, was alles in einem Wasserwerk passiert und wie Trinkwasser gefiltert wird.
Von Felix Voge erfuhren die Kinder, was alles in einem Wasserwerk passiert und wie Trinkwasser gefiltert wird. Michaela Kumkar
Ferienangebot

Grundschüler erkunden Templiner Wasserwerk

Wenn wir den Hahn aufdrehen, dann fließt daraus Wasser zum Zähneputzen, Händewaschen, Geschirrspülen oder ganz einfach zum Trinken. Aber woher kommt es eigentlich?
Templin

„Hier kommt man nur rein, wenn man auch hier arbeitet“, stellte Nora fest. Die Fünftklässlerin war schon ein wenig stolz, dass sich für sie und andere Kinder, die Ferientage in der Öko-Insel „Spatz“ verbringen, die Tür zum Templiner Wasserwerk öffnete. Dort erklärte ihnen Felix Voge, Mitarbeiter des Zweckverbandes für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Westuckermark (ZVWU), wie Wasser zu Trinkwasser aufbereitet wird.

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Zuvor hatte der junge Mann den Mädchen und Jungen erklärt und gezeigt, dass es aus einer Tiefe von 150 Metern kommt. Zunächst enthalte es noch Spuren von Mangan und Eisen. Um es als Trinkwasser nutzen zu können und es in die Leitungen zu schicken, müssen die Bestandteile im Wasserwerk herausgefiltert werden. Durch die Zufuhr von Sauerstoff oxidieren diese Elemente, flocken aus und können durch die Kiesfilter ausgewaschen werden. Dass diese gesamte Verarbeitung den Geschmack des Wassers verändert, konnten die Kinder selbst testen. Nur eines von mehreren Angeboten, das ihnen der ZVWU unterbreitete: Sie erfuhren beispielsweise von Andreas Liem und Sven Glause, wozu man Kameras braucht, mit denen man durch die Leitungen fährt, oder aber wie sie gereinigt werden. Es gab ein Wissensquiz zum Thema Wasser, und wer wollte, der konnte sich in einen Bagger setzen und ein Loch ausheben. Natürlich unter fachkundiger Anleitung.

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Der Zweckverband war zum zweiten Mal Partner für die „Templiner Thementage“. So heißt eine Offerte aus dem Ferienprogramm der Ökoinsel, das im vergangenen Jahr Premiere hatte. Grundschüler sind eingeladen, Betriebe und Einrichtungen in Templin zu erkunden, hinter Türen zu schauen, die Besuchern sonst verschlossen bleiben. Bis zum 27. Juli haben Kinder die Möglichkeit, Wissenswertes zu erfahren, Interessantes zu erleben und Ferienspaß zu haben. Diesmal haben sich acht Firmen und Einrichtungen der Kurstadt bereit erklärt, Partner für dieses besondere Ferienangebot zu sein. Dazu gehören der Templiner Rewe-Markt, die Mitarbeiter des Wasserwerkes, Freiwillige der Feuerwehr und der DRK-Wasserwacht, der Verein Hugenottenhaus in Hammelspring, die Uckermärkische Dienstleistungsgesellschaft (UDG) das Gut Gollin und Sebastian Markhoff, Chef der Templiner Landprodukte.

+++ Abwasserentsorgung wird kostspieliger +++

„Über diese Unterstützung haben wir uns sehr gefreut. Das Interesse der Kinder, daran teilzunehmen, ist groß“, so Silvio Wittenbecher vom Team für offene Kinder- und Jugendarbeit. Er hat sich um die Organisation gekümmert. Ole hatte schon im vergangenen Jahr beim Zweckverband einen Blick hinter die Kulissen geworfen. „Ich fand es wieder super“, sagte der Ferienjunge.

 

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