Große Teile des Einkaufszentrums Am Schafgrund in Prenzlau sind von der Havarie betroffen. Während Marktkauf, ganz
Große Teile des Einkaufszentrums Am Schafgrund in Prenzlau sind von der Havarie betroffen. Während Marktkauf, ganz rechts, weiter arbeiten kann, sind alle Geschäfte links zum Stadtrand hin ohne Stromversorgung. Sven Wierskalla
Der Hammer Fachmarkt wird zurzeit mithilfe eines Notstromaggregats versorgt, das außerhalb des Gebäudes steht.
Der Hammer Fachmarkt wird zurzeit mithilfe eines Notstromaggregats versorgt, das außerhalb des Gebäudes steht. Sven Wierskalla
Sven Krüger leitet den Hammer Fachmarkt.
Sven Krüger leitet den Hammer Fachmarkt. Sven Wierskalla
Rund 2,50 Meter hoch stand der Keller unter Wasser, zu sehen am grauen Rand über der Tür.
Rund 2,50 Meter hoch stand der Keller unter Wasser, zu sehen am grauen Rand über der Tür. Sven Wierskalla
Elektriker und Monteure der Firma Elektro Gottschalk sind zurzeit damit beschäftigt, die Stromversorgung des Gebäude
Elektriker und Monteure der Firma Elektro Gottschalk sind zurzeit damit beschäftigt, die Stromversorgung des Gebäudes wieder herzustellen. Die alte wurde durch Wassermassen zerstört. Sven Wierskalla
Havarie

Halbes Einkaufszentrum in Prenzlau tagelang lahmgelegt

Seit Tagen ist das Einrichtungshaus Opti Wohnwelt in Prenzlau geschlossen. Grund ist eine Havarie. Aber das ist noch nicht alles.
Prenzlau

Schon gut eine Woche lang haben nach einer Havarie fünf Geschäfte im Prenzlauer Einkaufszentrum keine Stromversorgung mehr. Ein Rohrbruch im Geschoss unter den Verkaufsräumen hatte das Geschoss unter Wasser gesetzt und die Elektroinstallation des Gebäudes zerstört. Das Einrichtungshaus Opti Wohnwelt ist nun gar komplett geschlossen und soll es dem Unternehmens zufolge auch noch bis in die nächste Woche bleiben, der Uckermark Kurier berichtete. Doch betroffen sind auch noch vier andere Geschäfte: der Hammer Fachmarkt, das Futterhaus, das Schuhgeschäft Deichmann und der Modeshop Bodycheck. Der Umgang mit den Folgen des Stromausfalls ist völlig unterschiedlich.

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Während die Filiale von Bodycheck – ebenso wie Opti Wohnwelt – komplett geschlossen ist und die Kunden an das zweite Geschäft in Prenzlau in der Friedrichstraße verwiesen werden, erhalten die anderen Geschäft zumindest einen Notbetrieb aufrecht. Das Futterhaus beispielsweise verkauft Tierfutter vom Lieferanteneingang aus, weil ein regulärer Verkauf ohne Elektroenergie nicht möglich ist. Dementsprechend bilden sich immer wieder kleinere oder auch größere Menschenschlangen vor dem Lieferanteneingang, weil die Leute Futter für ihre Haustiere kaufen wollen.

+++ Vierbeiner posieren vor der Kamera +++

Auch Deichmann versucht, den Verkauf einigermaßen normal fortzuführen. Interessenten können Schuhe kaufen, müssen aber bar bezahlen, weil die elektronische Kasse für Kartenzahlung nicht funktioniert. Ein Umtausch von Waren ist derzeit nicht möglich.

Am weitesten geht der Hammer Fachmarkt, der neben Einrichtungsgegenständen auch Tapeten, Fußbodenbeläge und zahlreiche andere Materialien anbietet. Das Unternehmen offeriert nämlich auch komplette Dienstleistungen wie Renovierungen oder Montagearbeiten bei den Kunden vor Ort. „Wir wollen den Betrieb so weit wie möglich normal aufrecht erhalten, deshalb fahren unsere Handwerker weiterhin zu den Kunden, und wir sind täglich hier vor Ort ansprechbar“, erklärt Sven Krüger, der den Hammer Fachmarkt leitet. Man habe ein Notstromaggregat installiert, sodass die elektronischen Kassen und eine minimale Beleuchtung weiterhin funktionierten, erläuterte der Marktleiter.

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Wenig Verständnis hat Sven Krüger für den Umgang mit der Havarie. „Wir sind jetzt hier schon seit mehr als einer Woche im Notbetrieb, und da wäre es wichtig zu erfahren, wann wir wieder mit einer normalen Stromversorgung rechnen können.“

Verwaltet wird der betroffene Teil des Einkaufszentrums von Beermann Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG in Bad Salzuflen. Eine Anfrage des Uckermark Kurier blieb am Mittwoch unbeantwortet, eine spätere Stellungnahme wurde allerdings angekündigt.

Unterdessen erklärten die Stadtwerke Prenzlau, zuständig für die Stromversorgung, das Unternehmen habe innerhalb von zwei Tagen nach dem Vorfall die Voraussetzung für eine Notstromversorgung geschaffen. Voraussetzung für die Wiederaufnahme der normalen Stromversorgung sei die Neuerrichtung der Hausverteilungsanlage durch den Eigentümer. Letzteres ist bereits im Gange, vier Mitarbeiter der Firma Elektro Gottschalk errichten dieser Tage mit Hochdruck eine neue Elektroinstallationsanlage für das gesamte Haus.

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