Auch das letzte Stück des Gehwegs in Haßleben entlang der B 109 ist fertiggestellt.
Auch das letzte Stück des Gehwegs in Haßleben entlang der B 109 ist fertiggestellt. Horst Skoupy
Freude

Hin und Her um Gehweg findet ein gutes Ende

Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die Einwohner des Ortes in den vergangenen Wochen. Doch jetzt hat ein Bauprojekt ein gutes Ende genommen.
Haßleben

Nun also doch. Das Hin und Her um den neuen Gehweg in Haßleben hat für die Einwohner ein gutes Ende genommen. Wer heute durch den Ort in der Gemeinde Boitzenburger Land läuft oder fährt, der kann sehen, dass der Weg entlang der Bundesstraße 109 mittlerweile komplett erneuert wurde.

Lesen Sie auch: Gehweg nicht bis zum Ende erneuert

Rückblick: Im September begannen Bautrupps in Haßleben damit, Glasfaserkabel für das schnelle Internet zu verlegen. Für die Einwohner des Dorfes sollte das zum Glücksfall werden, denn für die Arbeiten wurde der Gehweg aufgebuddelt. Wie überall in Deutschland, wo das der Fall ist, gilt die Regel, dass die beauftragten Baufirmen danach die aufgerissenen Gehwege wieder so herstellen, wie sie vorher waren. Das war in Haßleben allerdings keine Option. Aus zwei Gründen: Zu DDR-Zeiten war der Weg als Betonschüttung angelegt worden, die anschließend asphaltiert worden war. Das genauso wiederherzustellen, hätte keinen Sinn gemacht, denn heute werden Gehwege nicht mehr so angelegt. Zudem waren besonders marode Stellen des Gehweges in der Vergangenheit ausgebessert worden.

Glasfasernetz wird verbaut

Mit der e.discom als Hauptauftragnehmer für den Ausbau des Glasfasernetzes sowie mit den bauausführenden Firmen in Haßleben – der Schulte Perk GmbH sowie dem polnischen Unternehmen Szymanowski – war die Gemeinde Boitzenburger Land deshalb übereingekommen, den Gehweg mit Verbundpflaster neu zu bauen. Zur Freude der Haßlebener, die sich schon lange einen neuen Gehweg gewünscht hatten. Hieß es im Oktober jedoch noch, dass auf diese Weise der Gehweg entlang der gesamten Ortsdurchfahrt erneuert werden soll, kam Anfang November die Ernüchterung. Auf der Höhe des Grabens wechselte die Glasfaserfirma die Straßenseite und verlegte die Kabel dort, wo es keinen Gehweg gibt.

Plötzlich hieß es, dass das letzte Stück des Gehweges bis zum Ortsausgang, unter dem keine Leitungen verlegt wurden, unsaniert bleiben soll. Enttäuschung machte sich unter den Bewohnern breit, der Uckermark Kurier berichtete.

160 Meter zusätzlich

„Das wollten wir nicht so lassen“, sagte Monty Gutzmann aus dem Bauamt der Gemeindeverwaltung. Die Fachbereichsleiter hätten deshalb gemeinsam nach einer Lösung gesucht und schließlich auch eine gefunden. „Wir haben mit der Baufirma gesprochen und nachgefragt, was sie kapazitätsmäßig noch leisten können.“ Mit einem positiven Ergebnis: Das Unternehmen hatte sich bereiterklärt, auch noch die restlichen rund 160 Meter des Gehweges zu erneuern. „Die Firma war super. Sie hat das Baumaterial kurzerhand organisiert und den Gehwegbau durchgezogen“, so Monty Gutzmann. Dass es überhaupt so ein Hin und Her um das Bauvorhaben gab, begründet er mit einer kurzfristigen Änderung der Glasfasertrasse durch den Auftraggeber.

Umsonst gibt es die zusätzlichen Gehwegsarbeiten natürlich nicht. Rund 30 000 Euro muss die Gemeinde jetzt in die Hand nehmen, informierte Bauamtsleiterin Frances Fengler. Immerhin ein Betrag, der die Gemeinde noch günstiger kommt, als wenn sie selbst den restlichen Gehweg hätte erneuern müssen.

zur Homepage