SUCHE NACH TIER

Husky-Akita-Hündin hält ihre Retter in Atem

Wie lange noch geht das gut? Das fragen sich in und um Angermünde Tierfreunde. Dort taucht seit Tagen eine Hündin an viel befahrenen Straßen auf. Sie zu retten, ist schwierig.
Die Hündin konnte Millane Köhler am Straßenrand fotografieren.
Die Hündin konnte Millane Köhler am Straßenrand fotografieren. Millane Köhler
Angermünde ·

Die Geschichte hat es in sich. Da bemühen sich Tierfreunde, freiwillige Helfer, Polizisten, ein Tierarzt und Vertreter von Behörden tagelang, um eine frei laufende Husky-Akita-Mischlingshündin von der Straße zu holen. Als es endlich gelungen ist, sie einzufangen und in ein Tierheim zu bringen, nutzt die Hündin die erstbeste Gelegenheit, um wieder auszubüxen.

Millena Köhler gehörte zu jenen Menschen, die das Schicksal der Hündin nicht kaltließ. „Wir wollten am 2. Oktober abends mit Freunden nach Polen fahren. Auf der B 158 in Hohenwutzen sahen wir plötzlich die Hündin“, erzählte die 19-Jährige. Das Tier lag direkt an der Straße – logisch, dass die jungen Leute befürchteten, die Hündin könnte unter die Räder eines Autos geraten. Das Problem: Das Tier war extrem scheu, ließ sich nicht locken, zog sich immer wieder zurück. Noch am Abend gegen 22 Uhr rief Millena Köhler die Polizei zu Hilfe.

Hündin versteckt sich vor Polizisten

Als Polizisten 90 Minuten später eintrafen, konnten sie die Hündin nicht mehr finden. Ironie des Schicksals: Kaum waren die Beamten weg, war das Tier wieder da. Bis 1.30 Uhr nachts habe eine Anwohnerin versucht, das Vertrauen der Hündin zu gewinnen. Vergeblich. „Am Sonntag gegen Mittag saß sie wieder auf der B 158 und ging danach wieder in den Wald. Den ganzen Nachmittag versuchten freiwillige Helfer, sie zu locken. Die Polizei war wieder vor Ort. Auch dieser Tag blieb komplett erfolglos“, schilderte die Studentin weiter.

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Am Montag sei die Suche fortgesetzt worden, wieder mit Polizisten und Vertretern des Ordnungsamtes. Es sei von einem Tierarzt entschieden worden, mit einem Gewehr die Hündin zu betäuben. Mit Erfolg: „Der Mitarbeiter des Ordnungsamtes rief mich an und sagte mir, dass die Hündin auf dem Weg ins Tierheim ist.“

Millena Köhlers Erleichterung über die gelungene Rettungsaktion sollte nicht lange vorhalten. Als sie am Dienstag die Husky-Akita-Mischlingshündin, wie sie inzwischen erfahren hatte, besuchen wollte, konnte sie es kaum fassen. Der angeleinten Hündin war es gelungen, erneut das Weite zu suchen.

Wieder ausgerissen

Noch am Abend tauchten auf Facebook wieder Fotos von der Hündin auf, wieder lag sie auf einer Straße. Am Donnerstag soll sie zwischen Schule, Jahnstadion und Penny in Angermünde gesehen worden sein. Millena Köhler befürchtet, dass alle Bemühungen zur Rettung des Tieres am Ende in einem traurigen Schicksal enden könnten. Sie ruft dazu auf, dass Menschen, die der Hündin begegnen, nicht versuchen sollten, sie einzufangen, sondern stattdessen die Polizei, das Ordnungsamt in Angermünde oder das Tierheim Ladeburg verständigen.

Kontakte:

Ordnungsamt: 03331 260017

Tierheim: 03338 38642

Polizei: 03984 350

 

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