GERICHTSSTREIT IN BOITZENBURG

Im Marstall entsteht ein Brauhaus-Restaurant

Am Montagabend schließen sich die Türen nach dem mehrtägigen Ostermarkt in Boitzenburg. Doch Ruhe wird nicht in das historische Gebäude einziehen. Handwerker werden das ehrgeizige Ziel in Angriff nehmen, bis Sommer eine neue Lokalität zu schaffen.
Ines Markgraf Ines Markgraf
Schon seit einigen Jahren gibt es Planungen, die Brauerei mit einem Restaurant im Boitzenburger Marstall zu integrieren. Nach Ostern sollen die Baumaßnahmen beginnen.
Schon seit einigen Jahren gibt es Planungen, die Brauerei mit einem Restaurant im Boitzenburger Marstall zu integrieren. Nach Ostern sollen die Baumaßnahmen beginnen.
Noch wird das Bier aus dem Marstall nur in Flaschen ausgeschenkt, das will David Schimmelpfennig demnächst ändern.
Noch wird das Bier aus dem Marstall nur in Flaschen ausgeschenkt, das will David Schimmelpfennig demnächst ändern. Ines Markgraf
Boitzenburg.

Im rechten Teil des Marstalls in Boitzenburg soll bis Sommer ein uriges Brauhausrestaurant mit über 100 Sitzplätzen entstehen. Auf verschiedenen Ebenen, so der Brauerei-Chef David Schimmelpfennig, können die Gäste Platz nehmen und neben selbstgebrautem Bier auch herzhafte Speisen wie Haxe und Wurstplatte bestellen.

Engagierte Mitarbeiter gesucht

Produziert wird in der Brauerei schon seit 2015, nun soll das Bier nicht nur in Flaschen angeboten werden, sondern auch aus dem eigenen Zapfhahn fließen. Und dafür werden noch engagierte Mitarbeiter gesucht.

Kein neuer Pächter für „Wirtshaus zur Klostermühle”

Marstall-Chefin Olivia Schimmelpfennig und ihr Bruder David hatten sich auch für das im Oktober geschlossene „Wirtshaus zu Klostermühle” interessiert. Die Gaststätte wurde nach Zahlungsschwierigkeiten des langjährigen Pächters unter Polizeieinsatz vom Ordnungsamt versiegelt. Die Gemeinde Boitzenburger Land hatte die Lokalität mit Wohnung danach zweimal ausgeschrieben. Ohne Erfolg.

Marstall wollte Wirtshaus übernehmen

Bereits nach Schließung des Lokals suchten Marstall-Chefin Olivia Schimmelpfennig und ihr Bruder David das Gespräch mit der Gemeinde. Sie wollten das Wirtshaus bis zum Jahresende weiterführen, um die bereits reservierten Familien- und Weihnachtsfeiern abzusichern. Auf dieses und ein weiteres Angebot nach den Ausschreibungen ging die Gemeinde nicht ein.

Gemeinde will Restauranteinrichtung nicht herausgeben

Der Insolvenzverwalter des „Wirtshauses zu Klostermühle” bot die Küche und die Einrichtung des Restaurants zum Verkauf an, da sie sich nicht im rechtmäßigen Eigentum der Gemeinde befinden, erklärt Olivia Schimmelpfennig. Die Küche konnte der Marstall bereits kaufen. „Die Restauranteinrichtung hält die Gemeinde unter Beschluss. Das Gerichtsverfahren gegen die Gemeinde diesbezüglich läuft.”

Telefon: 0177 3278745

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