Das Seebad war in diesem Jahr gut besucht.
Das Seebad war in diesem Jahr gut besucht. Mathias Scherfling/Archiv
Seebad-Bilanz

Immer weniger Kinder können schwimmen - und nicht nur die

Zu viele können sich kaum über Wasser halten. Sogar Erwachsene wurden schon mit Schwimmhilfen gesichtet.
Prenzlau

Die Seebadsaison in Prenzlau 2021 ist Geschichte. Mit 17 719 Besuchern liegen die Zahlen jedoch deutlich unter dem Ergebnis vom vergangenen Jahr, da waren es 20 095 Gäste. Erste-Hilfe-Leistungen haben sich mit 73 Einsätzen gegenüber 70 in 2020 etwas erhöht. „Manch einer überschätzt sich doch ein bisschen“, so Amtsleiterin Anke Kehn.

Keine Strandkörbe

Nach 96 Öffnungstagen in 2020 stieg die Zahl auf 104. Aufgrund der Corona-Lage hätten keine Strandkörbe verliehen werden können. „Wir sind interessiert, Schwimmpässe anzubieten. In diesem Jahr waren das 26 deutsche Schwimm-Pässe, 20 Schwimm-Pässe in Bronze sowie jeweils sechs Schwimm-Pässe in Silber und Gold, wobei bei Letzterem die Hürden relativ hoch sind“, informierte die Amtsleiterin.

Trotzdem hätten Schwimmmeister und Rettungsschwimmer vor Ort vermehrt festgestellt, dass die Schwimmfähigkeit in diesen Altersgruppen immer schlechter werde. Auch Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) sagte vor dem Ausschuss, dass ihm aufgefallen sei, dass nicht alle schwimmen können. „Das betrifft auch Erwachsene. Ich habe einige mit einem Schwimmreifen gesehen“, so Sommer. „Wir haben einen sehr ambitionierten Erzieher, der in der Saison als Rettungsschwimmer arbeitet. Dieser will sich zum Schwimmlehrer ausbilden lassen. Er hat vor, in Zukunft Schwimmkurse anzubieten.“

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