Eine Schwester zieht im Impfzentrum Prenzlau eine Spritze mit dem Vakazin von Moderna auf. Dieser Impfstoff ist in der Uckerma
Eine Schwester zieht im Impfzentrum Prenzlau eine Spritze mit dem Vakazin von Moderna auf. Dieser Impfstoff ist in der Uckermark Personen über 65 Jahren vorbehalten. Mathias Scherfling
Skepsis

Impfstoff-Diskussion wirkt sich auf Prenzlau aus

Der Impfstoff von AstraZeneca ist medial in der Kritik. Doch in der Uckermark gibt es keine Wahlmöglichkeit. Warum eine Impfung dennoch Sinn hat.
Prenzlau

Wie Jürgen Lemke im Internet lesen konnte, lehnten viele Berliner den Impfstoff von AstraZeneca ab. „Es würde mich interessieren, ob der von den Berlinern abgelehnte Impfstoff nun für die Uckermärker gerade gut genug ist?“, schreibt Jürgen Lemke. In der Hauptstadt könne man sich den Impfstoff aussuchen, hier im Impfzentrum Prenzlau müsse man nehmen, was woanders nicht gewollt werde oder was gerade übrig sei.

Überschaubare Impflisten

Diese Kritik kann Uwe Schmidt, Leiter des Impfzentrums in Prenzlau, nicht nachvollziehen. Auch ihm sei die Skepsis am Impfstoff von AstraZeneca bekannt. „Es kommen durchaus Menschen aus der Gruppe mit Priorität 1, die sich hier impfen lassen“, sagt Uwe Schmidt. Seit Mittwoch sind im Prenzlauer Impfzentrum theoretisch 210 Impfungen täglich möglich. „Derzeit sind die Impflisten allerdings überschaubar“, gibt Uwe Schmidt zu.

Kurze Vorbereitungszeit

Das habe aber mit der sehr kurzfristigen Entscheidung zu tun, die Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca am 17. Februar zu starten. „Am Mittwoch wurden in Prenzlau 50 Personen geimpft. Davon standen fünf auf der Liste und 45 Personen – meist aus Pflegediensten –wurden zusätzlich geimpft“, informiert Uwe Schmidt. Die zusätzlichen Impfungen würden von Ellen Fährmann aus Angermünde koordiniert.

Impfschutz ist gegeben

Ellen Fährmann spürt ebenso, dass teilweise Verunsicherung unter den Pflegekräften herrscht. Ihrer Meinung nach habe das aber weniger mit dem Impfstoff als mit den Berichten darüber zu tun. „Ich war bei vielen Impfungen dabei. Und ich habe auch bei anderen Impfstoffen Nebenwirkungen beobachtet“, so Ellen Fährmann. Deshalb rät sie den Pflegerinnen und Pflegern, das Impfangebot anzunehmen. „Es ist besser mit AstraZeneca geimpft zu sein, als überhaupt keinen Impfschutz zu haben.“

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