ANGEBOT IN PRENZLAU

In diesem Studio gibt's Yoga auf „Rezept“

Immer mehr Menschen sind bereit, in ihre Gesundheit zu investieren. Vor allem dann, wenn sich – wie bei diesem Angebot – die Kasse beteiligt.
Beatrix Warnow schwört zusätzlich auf Klangschalenmassagen zur Tiefenentspannung.
Beatrix Warnow schwört zusätzlich auf Klangschalenmassagen zur Tiefenentspannung. Claudia Marsal
Prenzlau.

Wer das Yoga-Studio von Beatrix Warnke betritt, der soll an der Schwelle mehr als nur seine Schuhe abstreifen. Die 54-Jährige ist erst zufrieden, wenn ihre Kursteilnehmer sich auf den Matten auch von ihren Alltagslasten befreien können. Am Anfang jeder Stunde steht deshalb nach dem obligaten Mantra ein Atemtraining. „Bewusstes Ein- und Ausatmen ist ganz entscheidend für das Wohlbefinden”, sagt die Fachfrau bestimmt: „Viele haben das schlichtweg verlernt. Bei mir beginnen sie, wieder auf ihren Körper zu hören und achtsamer mit sich zu sein.” Sich selbst wieder zu spüren, das sei für viele eine ganz neue Erfahrung, berichtet Beatrix Warnke im Interview mit dem Uckermark Kurier. Bei manchen dauere es allerdings eine Weile, bis sie sich fallen lassen könnten, setzt sie hinzu. Doch den meisten gefalle dieses Erlebnis, nur so kann sich die zweifache Mutter aus Arendsee den Boom erklären, den ihre Yoga-Kurse auch nach vielen Jahren noch erfahren.

Anteilige Erstattung

Die Stunden bei ihr sind meist schnell ausgebucht, was vermutlich auch daran liegt, dass es eine Kassenzulassung gibt. Will heißen, man bekommt sein Geld anteilig zurück, wenn man sich an Präventionsprogrammen seiner Krankenkasse beteiligt. Die Ersparnis liegt dann bei bis zu 75 Prozent. Neunmal die Woche reist Beatrix Warnow aktuell dafür in die Kreisstadt. Den Terminplan füllen außerdem Verpflichtungen bei Betrieben, momentan wird den Mitarbeitern am Amtsgericht Prenzlau ein Yoga-Angebot unterbreitet. Weitere Firmen stehen schon in der Warteschleife, weil sich Arbeitgeber zunehmend in der Pflicht sehen, in die Gesundheit ihrer Angestellten zu investieren. Beatrix Warnow freut diese Popularität natürlich sehr, „aber ich habe lernen müssen, mir Grenzen zu setzen. Bei zehn Teilnehmern pro Kurs beispielsweise ist Schluss. Mehr habe ich nicht zuverlässig im Blick. Und wenn ich nicht richtig beobachten kann, dann habe ich auch kein gutes Gefühl dabei”, setzt sie hinzu. Außerdem könne sie nicht das Grenzen-Erkennen und -Respektieren von anderen einfordern, wenn sie es selbst missachte.

Umzug nötig

Aber nicht nur das hat das zu Ende gehende Jahr für Beatrix Warnow so turbulent gemacht. Die meiste Aufregung brachte ein plötzlich nötig gewordener Umzug. Nach vielen Geschäftsjahren in der Kietzstraße musste die Yoga-Lehrerin für ihr Studio nämlich ein neues Domizil suchen, weil das bisherige Gebäude auf die Abrissliste kam.

„Der schnell gefundene Ersatzraum erwies sich kurz darauf als nicht optimal für meine Zwecke”, erinnert sich die Ausbilderin zurück: „Das stellte sich leider erst heraus, nachdem das Studio von mir mit viel Aufwand renoviert und eingerichtet worden war.” Als genauso ärgerlich wie diese Fehlinvestition erwies sich im Anschluss die entnervende Suche nach Standort Nr. 3. Es waren zunächst partout keine geeigneten Gewerbeflächen zu finden.

Neu: Klangmassagen

Diese fanden sich dann glücklicherweise doch noch kurz vor Beginn der nächsten Kursetappe im September. Jetzt befindet sich das Studio im Geschäftsviertel am Neustädter Damm 59. Der helle, freundliche Raum ist schnell zur Oase für die Teilnehmer geworden, freut sich Beatrix Warnow von ganzem Herzen. In dieser entspannenden Umgebung bietet die Wellnessexpertin nun auch spezielle Klangmassagen an. Mit Hilfe von verschiedenen Schalen soll diese Behandlung zum Wohlbefinden beitragen. Großer Beliebtheit erfreuen sich die Zwei-Klang-Angebote, die zumeist von Freundinnen oder Mutter-/Tochter-Gespannen wahrgenommen werden. „Männer haben komischerweise Scheu”, hat Beatrix Warnow die Erfahrung gemacht. Bei zwei Personen gelinge es ihr, einen Klangteppich zu weben – „vielen fehlen danach die Worte, wenn sie dieses Erlebnis beschreiben sollen.” Sie weiß, dass das Aufstellen der Schalen auch physisch wirkt, das geschieht auf einer sehr körperlichen Ebene.”

Telefon: 039852 499173

 

 

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