PLASTIKREBELLEN

▶Jugendhaus-Team entmüllt die Prenzlauer Skaterbahn (mit Video)

Seit ein paar Monaten treffen sich Umweltschützer regelmäßig zum Müllsammeln in Prenzlau. Diesmal war der Stadtpark dran.
Zehn Minuten nach Start der Sammelaktion waren die ersten Beutel schon halbvoll.
Zehn Minuten nach Start der Sammelaktion waren die ersten Beutel schon halbvoll. Claudia Marsal
Prenzlau.

Fast von Anfang an unterstützt Jugendhaus-Leiter Marcel Schibull mit seinem Team die Aktionen der „Prenzlauer Plastikrebellen”. Auch am Sonnabend, dem 26. Oktober, opferten die Jungs wieder zwei Stunden ihrer wertvollen Wochenendfreizeit, um in ihrer Heimatstadt Ordnung zu machen. Diesmal unterstützte sie an der Skaterbahn auch der Postdamer Landtagsabgeordnete Felix Teichner (AfD). Der 28-Jährige sagte: „Ich will die Kinder ermuntern, bei der Stange zu bleiben und für Sauberkeit in Prenzlau zu sorgen.” Tags zuvor waren über die Facebook-Seite „Uckermark aktuell” alle Parteien aufgerufen worden, sich zu beteiligen.

Teichner dazu: „Da wir namentlich benannt wurden, bin ich gekommen.” Auch der zehnjährige Darek war diesmal mit von der Partie. „Ich bin fast täglich im Jugendhaus. Und dort haben wir schon oft über Naturschutz gesprochen. Es liegt viel Dreck in der Gegend rum. Der soll weg. Irgendjemand muss sich also opfern.

 

 

 

 

Kippen sind eklig

Ähnlich argumentierte der 15-jährige Nick. Der Zehntklässler möchte die Nachmittage im Jugendhaus ebenfalls nicht missen. Dass er sich dafür dann auch an Aktionen am Wochenende beteiligt, hält der angehende Einzelhandelsazubi für selbstverständlich. Besonders schlimm findet der junge Mann die vielen Kippen, die überall herum liegen: „Ich bin nämlich Nichtraucher.”

Die Zigarettenstummel findet auch sein Kumpel Paul sehr eklig. Der Zehnjährige sieht aber eher die Gefahr für die Tierwelt. „Wenn kleine Rehe oder andere Tierbabys das fressen, dann können sie sterben”, erklärte der Viertklässler dem Uckermark Kurier, warum er sich an den Aktionen der Plastikrebellen beteiligt. Der 13-jährige Tom pflichtete ihm da bei: „Wir alle müssen etwas dafür tun, damit so etwas nicht geschieht.”

„Prenzlauer Plastikrebellen”

Gymnasiast Tino verstärkte die Müllsammler am Sonnabend ebenfalls. Er vertrat gleichzeitig den Kinder- und Jugendbeirat der Stadt, der sich für die Rechte der Jüngsten stark macht, aber auch sieht, dass das Pflichten mit sich bringt. Der 16-Jährige betonte im Interview: „Wir wollen auch später in dieser Stadt noch leben. Also müssen wir mit dafür sorgen, dass sie lebenswert bleibt.” Sicher seien es nicht nur die Jugendlichen, die ihren Müll und ihre Kippen gedankenlos wegwerfen würden. „Man sieht auch Erwachsene, die so etwas tun. Aber einer muss ja den Anfang machen mit dem Sammeln.” Die „Prenzlauer Plastikrebellen” treffen sich seit einigen Monaten auf Initiative von Peggy Braun. Umweltschutz geht alle an – Das ist die Botschaft der Müllsammler, die Wert auf eine saubere Natur legen. Diesmal wurden 15 Akteure gezählt. Die nächsten Termine werden rechtzeitig im Uckermark Kurier bekannt gegeben.

 

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