AUSBILDUNG

Junge Standesbeamtin findet Traumjob in Templin

Im Templiner Rathaus arbeiten jetzt zwei Standesbeamtinnen, die in Zehdenick ihre Ausbildung absolvierten. Dazu noch zwei ganz junge, die Paaren das Eheversprechen abnehmen. Doch das ist nur ein Teil ihres Jobs.
Die 22-jährige Anne-Kathrin Kroß ist neue Standesbeamtin von Templin.
Die 22-jährige Anne-Kathrin Kroß ist neue Standesbeamtin von Templin. Standesamt Templin
Templin ·

Die Mitarbeiter im Templiner Einwohnermeldeamt konnten jetzt eine neue Standesbeamtin in ihrem Team begrüßen. Nach Patricia Mularczik, die im Sommer 2019 als 23-Jährige mit dieser besonderen Aufgabe betraut wurde, trat nun Anne-Kathrin Kroß ihren Dienst an – erneut eine ganz junge Dame, die Paaren am hoffentlich schönsten Tag ihres Lebens das Ja-Wort entlockt.

Die 22-Jährige kehrte damit auch beruflich in ihre Heimatstadt zurück. Die Hammelspringerin hatte 2017 ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in der Nachbarstadt Zehdenick begonnen und im vergangenen Sommer erfolgreich abgeschlossen.

Leben in der Kleinstadt

„Heimat ist einfach Heimat. Mit meiner Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz hatte es in Templin damals noch nicht geklappt. Dass ich jetzt die attraktive Stelle im Templiner Standesamt bekommen sollte, hat mich sehr gefreut“, erzählt die junge Dame überglücklich, ihren Traumjob gefunden zu haben. „Ich bin kein Großstadtmensch und zufrieden mit dem Leben hier in der Kleinstadt“, berichtet sie.

Als Abiturientin hinaus in die Welt zu ziehen, um zu studieren, sei nicht ihr Ding gewesen. Für sie war klar: Wenn sie Lehre und Job in der Nähe finde, würde sie bleiben. Es sei doch schön, als junge Frau in einem verantwortungsvollen Beruf sein eigenes Geld verdienen zu können.

Dass zu ihrem Beruf viel mehr gehört, als „nur“ Trauungen zu vollziehen, wüssten die meisten nicht. Viele fragten, was sie denn 40 Stunden lang in der Woche zu tun habe. „In unserem Amt sind nicht nur Eheschließungen zu beurkunden, wir registrieren und beurkunden auch Geburten und Sterbefälle, wir bearbeiten Anfragen von Gerichten und anderen Behörden oder helfen bei Ahnenforschungen. „Die Hochzeiten sind einfach die perfekte Abwechslung in unserem Beruf“, schwärmt sie.

Eigene Rede ist ihr wichtig

In Zehdenick habe sie schon die ersten Eheschließungen durchgeführt. In Templin werde sie am 26.  Juni die erste Trauung übernehmen. Zwar gebe es für die Reden auch Musterbeispiele, doch da treffe das meiste ohnehin nicht auf jedes Paar zu. „Da gebe ich mir schon Mühe, meine eigenen Worte zu finden, die zu dem Paar, aber auch zu mir passen“, sagt sie.

Sie selbst habe über eine Heirat noch keinen Gedanken verschwendet, auch wenn sie seit fünf Jahren glücklich vergeben sei. Alles brauche eben seine Zeit.

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