RÄTSELHAFTER ANGRIFF

Junger Rottweiler stirbt qualvollen Gift-Tod

Wenige Kilometer von Brüssow entfernt hat sich diese Woche ein Drama abgespielt. Als Britta Bockenfeld-Bohlmann nach Hause kam, bekam sie einen Schock.
Claudia Marsal Claudia Marsal
Das war Mucky kurz vor ihrem Tod.
Das war Mucky kurz vor ihrem Tod. privat
Das Ehepaar Bohlmann ist vor vier Jahren von Nordhorn in die Region gezogen. Dieses Foto zeigt die beiden bei der Eröffnung i
Das Ehepaar Bohlmann ist vor vier Jahren von Nordhorn in die Region gezogen. Dieses Foto zeigt die beiden bei der Eröffnung ihres Lokals. Rita Nitsch
Brüssow.

Für Britta Bockenfeld-Bohlmann und ihren Mann Thorsten ist in der Nacht zu Donnerstag eine Welt zusammengebrochen. Bis dahin lebten die ursprünglich aus Nordhorn stammenden Wirtsleute und ihre Tiere friedlich zusammen in ländlicher Abgeschiedenheit. Der Hof in Mewegen garantierte den Betreibern des Restaurants „Casa's Castle” Erholung nach einem harten Job. Doch als die Ehefrau am Mittwochnachmittag nach Hause kam, traf sie fast der Schlag. Einen ihrer drei Rottweiler fand die Gastronomin schwer verletzt vor.

Erbrechen und Durchfall

Die zweijährige Hündin Mucky wand sich vor Schmerzen, erbrach und hatte schlimmen Durchfall. Auch die ein Jahr ältere Talma war offensichtlich betroffen. Nur der Rüde zeigte keine Symptome, nur dass er außer sich vor Angst in die äußerste Ecke des Geländes flüchtete, wie die Besitzerin resümiert. In ihrer Not habe sie sofort die Tierärztin gerufen. Carolin Ganske eilte umgehend zur Familie, nahm die schwerkranke Mucky auch noch mit in die Praxis, wo sie in der Nacht allerdings verstarb.

„Wir haben alles versucht”, sagte die Tierärztin auf Nachfrage des Uckermark Kurier. Doch die Vergiftungserscheinungen seien bereits zu stark gewesen. Die zweite Hündin habe vermutlich nicht ganz so viel Gift zu sich genommen, denn ihr ging es etwas besser. Womit zu diesem Zeitpunkt noch niemand rechnen konnte, war, dass Britta Bockenfeld-Bohlmann wenig später eine zweite schlimme Entdeckung machte. Auch ihr Pony Mütze stand offenbar unter dem Eindruck schlimmer Ereignisse, die sich in ihrer Abwesenheit abgespielt hatten. Die nochmals zur Hilfe gerufene Tierärztin bestätigte großflächige Verletzungen an den Nüstern und an den Hinterbeinen.

Polizei ist eingeschaltet

Sie tippt darauf, dass sich das Tier böse erschrocken habe oder in die Enge gedrängt worden sei und dann in eine Drahtschlinge geriet. An die Öffentlichkeit gewandt hat sich die Britta Bockenfeld-Bohlmann, um die Öffentlichkeit zu warnen. „Ich weiß nicht, wer da umher geht und Tieren so etwas antut, aber passen Sie bitte bitte auf.” Diesen Rat hätten ihr auch die abends gerufenen Polizeibeamten gegeben. Wer etwas beobachtet hat oder etwas zu dem Sachverhalt weiß, kann sich an jede Polizeidienststelle wenden.

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