KANNENBURGER SCHLEUSE IN TEMPLIN

Kannenburger Schleuse immer noch dicht

Templins Segler wollen endlich wieder andere Reviere befahren. Doch die Kannenburger Schleuse ist noch dicht. Der Ersatzneubau lässt auf sich warten.
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Ein Bild vom Mai: Die Schleusenkammer ist verfüllt. Baugrunduntersuchung und Kampfmittelberäumung sind inzwischen er
Ein Bild vom Mai: Die Schleusenkammer ist verfüllt. Baugrunduntersuchung und Kampfmittelberäumung sind inzwischen erfolgt. Sigrid Werner
Ab hier geht es nicht mehr weiter für die Segler Richtung Havelgewässer.
Ab hier geht es nicht mehr weiter für die Segler Richtung Havelgewässer. Sigrid Werner
Templin ·

Nach Kritik von Seglern zum schleppenden Fortschritt beim Bauvorhaben zum Ersatzneubau Kannenburger Schleuse wollte Templins Bürgermeister Detlef Tabbert (Linke) jetzt keinen Fertigstellungstermin mehr nennen. Er hoffe, dass mit den Bauarbeiten Ende des Jahres begonnen werden könne. Wenn der Baubeginn feststehe, dann werde man auch über einen voraussichtlichen Fertigstellungstermin informieren.

Baustart für Ende 2020 avisiert

Ende 2017 war die Kannenburger Schleuse, das Tor vom Templiner Seenkreuz zu den Havelgewässern und zur Müritz, wegen Baufälligkeit gesperrt worden. Weil die zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsbehörde des Bundes keine Kapazitäten hatte, den Ersatzneubau zeitnah anzugehen, war die Stadt Templin in die Bresche gesprungen, den Bau für den Bund zu realisieren. Sie war damals von einer Bauzeit von zwei Jahren ausgegangen. Doch erst im September 2018 hatte die Stadt es schriftlich, dass sie loslegen kann und der Bund alle Kosten übernimmt. Die Stadt musste mit allen Unterlagen bei null beginnen, hieß es. Leistungen mussten europaweit ausgeschrieben werden. Inzwischen ist die Schleusenkammer verfüllt, eine provisorische Ersatzbrücke geschaffen, die Baugrunduntersuchungen und Kampfmittelberäumung sind erfolgt. Erst 2020 konnte mit der Planung des Baukörpers und der Vorbereitung der Ausschreibungen begonnen werden. Ende 2019 hatte die Stadt informiert, dass mit einer Inbetriebnahme der Schleuse voraussichtlich nicht vor der Saison 2022 zu rechnen sei. Die Kosten wurden anfangs mit fünf, später mit 8,5 Millionen Euro beziffert.

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