INFRASTRUKTUR

Kein Zug mehr von Templin nach Prenzlau

Es wird wohl keine Zuglinie mehr zwischen Templin und Prenzlau geben. „Die Bahnstrecke ist seit 2012 rechtskräftig von Betriebszwecken freigestellt“, sagte Infrastrukturminister Guido Beermann (CDU).
Zwischen Prenzlau und Templin gibt es schon lange keine Zuglinie.
Zwischen Prenzlau und Templin gibt es schon lange keine Zuglinie. Konstantin Kraft
Prenzlau ·

Zwischen Templin und Prenzlau werden wohl auch künftig keine Züge mehr fahren. „Die Bahnstrecke ist seit 2012 rechtskräftig von Betriebszwecken freigestellt“, sagte Infrastrukturminister Guido Beermann (CDU) am Donnerstag im Vekehrsausschuss des Potsdamer Landtags. Das bedeute, dass zwischen den beiden Uckermärker Städten rechtlich gesehen keine Bahnlinie mehr existiert, „weder materiell noch de iure“. Wer dort wieder Züge fahren lassen wollte, müsste ein komplettes Planfeststellungsverfahren neu durchführen, sagte Beermann. Das Verfahren entspreche einem „kompletten Neubau der Strecke“.

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Auf die Tagesordnung gesetzt hatte das Thema der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler, Philipp Zeschmann. Nach seinen Angaben gebe es ein Eisenbahnunternehmen, das auf dieser Strecke Verkehre anbieten wolle. Enttäuscht zeigte sich Zeschmann darüber, dass das Ministerium keine Informationen über den Zustand der Eisenbahnbrücken im Bereich Templin-Fährkrug habe.

„Wenn man jemals irgendwie noch mal dran denken wollte, diese Strecke zu nutzen, muss man die Brücken bei Fährkrug nutzen“, sagte Zeschmann. Deswegen sei es fatal, dass dort nun die Bundesstraße 109 über die Brücken geführt werden solle. „Wollen wir die Straße darüber führen oder wollen wir die Verkehrswende?“, fragte Zeschmann. Doch folgt man den Äußerungen des Ministers, scheint die Entscheidung in Bezug auf die Bahnstrecke von Templin nach Prenzlau wohl nicht mehr umkehrbar zu sein.

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Kommentare (1)

Ich kenne diese Worte der Politiker jetzt schon 45 Jahre " Mehr Verkehr auf die Bahn verlagern, das ist die Zukunft". Gehandelt haben bis jetzt alle Verkehrsminister und die Bahn anders. Sie haben Strecken geschlossen, Strecken demontiert, Bahnhöfe verkommen lassen und geschlossen, tausende Güterstandorte geschleift, den Service herunter gefahren auf fast Null. Aber kräftig im Ausland in sinnlose Projekte investiert und sogar versucht an die Börse zu gelangen. Den Mann sollte man noch heuten Pfänden....und aus den Pensionsverkehr ziehen........