Blick in den großen Saal
Blick in den großen Saal Claudia Marsal
Klaus-Dieter Glander lenkt das Haus auch durch schwierige Zeiten.
Klaus-Dieter Glander lenkt das Haus auch durch schwierige Zeiten. Kai Horstmann
Stets sauber und ordentlich – das honorieren die Besucher in Prenzlau besonders.
Stets sauber und ordentlich – das honorieren die Besucher in Prenzlau besonders. Claudia Marsal
Seit Juli 2021 ist das Kino wieder ununterbrochen geöffnet.
Seit Juli 2021 ist das Kino wieder ununterbrochen geöffnet. Claudia Marsal
Vizechefin Silvia Gittel (Mitte) stand mit ihrem damaligen Theken-Team 2018 anlässlich des 20-jährigen Jubiläum
Vizechefin Silvia Gittel (Mitte) stand mit ihrem damaligen Theken-Team 2018 anlässlich des 20-jährigen Jubiläums Model. Claudia Marsal
Coronakrise

Kinochef hofft, dass die 2G-Regel bald fällt

Klaus-Dieter Glander ist seit einem Vierteljahrhundert mit dem Filmtheater in Prenzlau verbunden. Er ist froh, dass die Spielstätte öffnen darf. Gern ließe er alle rein.
Prenzlau

Vor ein paar Tagen hat Klaus-Dieter Glander sein 25. Betriebsjubiläum gefeiert. Ein Vierteljahrhundert mit dem Union Filmtheater verbunden – selbst dem Kinochef persönlich kommt das manchmal ganz unwirklich vor. „Wahnsinn, wie die Zeit vergeht“, sagt der Neubrandenburger, der die Prenzlauer Spielstätte einst für den Neustart vorbereitet hatte. 1998 war das Filmtheater nach umfangreicher Modernisierung wieder in Betrieb gegangen. Seitdem steht der Betreiber K-Motion dem Haus verlässlich zur Seite.

Das Prenzlauer Kino hat sich über die Jahre seinen ganz eigenen Charme bewahrt. Viele Besucher kommen extra wegen des schönen Filmtheaters aus den 1950er Jahren in die Kreisstadt, wo in den drei Kinosälen mit den rubinroten Wänden sieben Tage die Woche Filme gezeigt werden. Doch die Coronakrise geht auch an dem Union-Filmtheater nicht spurlos vorbei, bedauert der langjährige Chef. Man habe glücklicherweise seit Juni 2021 wieder öffnen dürfen. Doch die 2G-Regel koste natürlich Gäste. Er hofft deshalb inständig, dass diese Vorschrift fällt und „wir wieder alle Menschen begrüßen dürfen.“

Viel investiert

Die Kette K-Motion glaubt fest daran, dass die Prenzlauer Einrichtung Zukunft hat und investiert deshalb stetig. Vor ein paar Jahren erst wurde eine Klimaanlage eingebaut und die Bestuhlung erneuert. Auch der Kauf der Liegenschaft war ein Zeichen dafür. Nachdem der Mietvertrag für die Immobilie vakant geworden war, hatte sich das Unternehmen mit Sitz in Hamburg dazu entschieden, das Gebäude zu erwerben. Leiter Klaus-Dieter Glander bekräftigt, dass die trotz Einschränkungen vergleichsweise guten Besucherzahlen auch vornehmlich das Verdienst der Belegschaft seien. Er freue sich über jede gute Google-Bewertung, in der die Freundlichkeit und Sauberkeit der Spielstätte gelobt werde. „Das ist nicht selbstverständlich, wenn man sich mal die Erfahrungsberichte aus anderen Kinos durchliest.“

Leute gesucht

Für die nächsten Monate wünscht sich der Chef neben neuen Angestellten – im Service werden Leute gesucht – vor allem, dass die Filmverleiher wieder mutiger werden „und uns ganz viele tolle Streifen bescheren.“ Der Anfang sei mit dem deutschen Kassenschlager „Wunderschön“ gemacht worden, für dessen Vorpremiere wieder ein „Mädelsabend“ auf große Resonanz gestoßen war. Glander selbst freut sich wie viele Uckermärker auch schon sehr auf „Morbius“, „Sonic the Hedgehoc 2“ und „Die Gangster Gang“. Er ist sicher, dass im Kinojahr 2022 für jeden Geschmack etwas dabei sein wird und wünscht sich vor allem eins: Normalität.

 

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