Schüler gehen hinter einem Transparent mit der Aufschrift „Streik fürs Klima – Wir streiken bis ihr handelt!“.
Schüler gehen hinter einem Transparent mit der Aufschrift „Streik fürs Klima – Wir streiken bis ihr handelt!“. Peter Zschunke
Stefan Zierke (SPD) ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium.
Stefan Zierke (SPD) ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium. Stella von Saldern
Schülerstreik

Klimaschutz muss positiv vorgelebt werden

Jeden Freitag streiken Schüler weltweit für Umwelt- und Klimaschutz. Politiker aus der Uckermark begrüßen das Engagement, mahnen aber auch.
Templin

Generell sei er froh, dass sich immer mehr junge Menschen für gesellschaftliche Debatten interessieren, sich engagieren und einbringen, sagte Jens Koeppen (CDU), Bundestagsabgeordneter für die Uckermark, mit Blick auf die Schülerstreiks unter dem Motto „Fridays for future“. Zugleich mahnte er aber, dass Bildung und Klimaschutz nicht gegeneinander ausgespielt werden dürften: „In unserem Land gibt es Regeln, und dazu zählt die Schulpflicht.“

Kein Streikrecht für Schüler

Anders als für Arbeitnehmer existiere für Schüler kein Streikrecht. Sich für seine Überzeugungen stark zu machen, gehe auch nach dem Unterricht, stellte der CDU-Mann klar. Ihr Engagement für die Gesellschaft beweisen die jungen Menschen indes schon immer, etwa in Vereinen, Schulen, Feuerwehr und THW. „Darauf können wir stolz sein“, betonte Jens Koeppen.

Pädagogische Aufarbeitung

Man sollte man das Demonstrationsrecht mit der Schulpflicht kombinieren. Beispielsweise mit schulischer Begleitung, also thematischer Vorbereitung und Auswertung der Demonstrationen, erklärte Stefan Zierke (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, der das politische Engagement der Jugendlichen grundsätzlich begrüßt. Die Streiks dürfen allerdings nicht zur Regel werden.

Bewusstsein ändert sich

Die Verantwortung zur Aufklärung über den Klimaschutz ziehe sich durch die gesamte Gesellschaft, angefangen vom Elternhaus, über die Schule bis hin zur Politik: Wenn Klimaschutz und Nachhaltigkeit positiv vorgelebt werde, dann werde diese Art der Lebensgestaltung irgendwann auch zur Normalität, erläuterte Stefan Zierke.

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